Was kostet eine Beerdigung?

Einer der schwierigsten Aspekte bei der Planung und Organisation einer Beerdigung ist der Beginn. Man darf nicht vergessen, dass es gerade in diesen Zeiten zu enorm viel emotionalem Stress kommt und dieser Planungs- und Organisationsaufwand belastet. Wichtig ist also, zunächst einmal einen genauen Plan darüber zu haben, was getan werden muss, damit eine Beerdigung möglichst reibungslos ablaufen kann.

BeerdigungDie beste Organisation beginnt also mit einem gut durchdachten Plan. Was prinzipiell für alle Entscheidungen und Ziele im Leben gilt, ist umso mehr zu beachten, wenn es darum geht, eine Beerdigung zu planen. Neben dem normalen Stress kommt auch noch der emotionale Aspekt einer Ausnahmesituation hinzu. Daher ist es sehr wichtig zu wissen, wo man überhaupt beginnen soll und was man beachten soll.

Die Planung ist hier schon der halbe Erfolg. Ein wesentlicher Aspekt, der bei der Beerdigung abzuschätzen ist, sind die Kosten. Die Kosten sind bei der gesamten Organisation abzuschätzen. Es gibt viele Entscheidungen, die bei der Organisation einer Beerdigung erforderlich sind. Sie beginnen am besten mit grundsätzlichen Entscheidungen. Grundsätzliche Fragen, die gleich zu Beginn abgewogen werden sollten, stehen meist in direktem Zusammenhang mit den Kosten einer Beerdigung. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, ob die Beerdigung durch eine Erdbestattung oder eine Urnenbestattung durchgeführt werden soll.

Grundsätzliche Überlegungen im Zusammenhang mit der Organisation der Beerdigung

Sie werden im nachfolgenden Teil sofort sehen, dass der Kostenfaktor in der Regel mit der Organisation der Beerdigung in einem engen sachlichen Zusammenhalt steht. Wichtige Grundsatzentscheidungen und Überlegungen, die zu Beginn der Organisation überdacht werden sollten, sind neben der Art der Bestattung auch die Auswahl des Sarges.

Dieser Aspekt ist ebenso im Zusammenhang mit den Kosten zu betrachten. Nur wenige Menschen wissen nämlich, dass selbst bei einer Urnenbestattung die Anschaffung eines lizenzierten Sarges erforderlich ist. Die Kosten liegen zwar deutlich unter jenen eines Sarges bei einer Erdbestattung, müssen aber dennoch berücksichtigt werden. Sie müssen mit Kosten von zumindest EUR 500 für einen solchen lizenzierten Sarg rechnen, der bei einer Urnenbestattung gebraucht wird. Die Kosten für einen Holzsarg bei einer Erdbestattung liegen deutlich darüber. Im Schnitt müssen Sie mindestens EUR 2000 für einen schönen Holzsarg rechnen, wobei man auch Särge zu einem Preis von bis zu EUR 20.000 kaufen kann.

Grobe Punkte, die zu beachten sind

Grundsätzliche Fragen betreffen auch den Ablauf und die praktische Durchführung der Trauerfeierlichkeiten. Dazu müssen Sie überlegen, ob auf bestimmte religiöse Gebräuche Rücksicht genommen werden muss. In diesem Zusammenhang stellen sich meist auch sehr praktische Fragen, die später noch sehr viel planerische Detailarbeit erforderlich machen. In der groben Planung müssen Sie aber daran denken, dass unter Umständen im Zusammenhang mit religiösen Gebräuchen auch bestimmte Organisationen mit in die Trauerfeier einbezogen werden müssen.

Dies stellt an die Organisation erhöhte Anforderungen. Grobe Punkte bei der organisatorischen Planung betreffen auch Kleidervorschriften, die zu beachten sind. Sehr oft ist dies in Zusammenhang mit den Vorschriften religiöser Verbände zu beurteilen. Große und wichtige Punkte sind auch die Trauerfeierlichkeiten nach der Beerdigung. Der Kostenfaktor ist auch hier gleich zu Beginn zu berücksichtigen. Vor allem vergessen Sie nicht, in einem ersten wichtigen Schritt ein persönliches Budget für die Trauerfeierlichkeiten festzulegen. Daraus lassen sich natürlich sehr viele organisatorische Detailfragen ableiten auf die wir im Anschluss näher eingehen werden (zum Beispiel die Frage, ob Erfrischungen im Bestattungsunternehmen nach dem Gottesdienst angeboten werden sollen, oder nicht?).

Ein Bestattungsunternehmen beauftragen

Obwohl bei der Organisation einer Beerdigung viele Entscheidungen zu treffen sind, werden Sie nicht alles selbst organisieren können. Es ist auch nicht zweckdienlich. Es ist sinnvoll, für bestimmte Aufgaben externe Dienstleister zu beauftragen. Ein erfahrenes Bestattungsunternehmer kann in allen Phasen der Planung behilflich sein. Bei der Organisation einer Beerdigung müssen eine Reihe von Entscheidungen getroffen werden, die die endgültigen Kosten in einem großen Maße beeinflussen können.

Die wichtigsten Kostentreiber bei einer Beerdigung

Bestattungsdienste sind grundsätzlich für alle Aspekte der Bestattung verantwortlich. Zumindest können alle Aspekte dadurch abgedeckt werden. Allerdings kann dies natürlich auch die Kosten für eine Bestattung und die Trauerfeierlichkeiten in die Höhe treiben.

Dies beinhaltet die persönliche Aufsicht über alle Vorkehrungen vor, während und nach dem Gottesdienst, die Organisation von Klerus, Krematorium bei einer Urnenbestattung, die Kommunikation mit dem Personal beim Friedhof und die Organisation der Blumen beim Floristen.

Ebenso kann ein Bestattungsunternehmen auch die Benutzung der Beerdigungseinrichtungen ermöglichen und die Vorbereitung und Betreuung aller notwendigen Unterlagen organisieren. Im Prinzip können Sie aber auch Teile davon selbst erledigen. Dann lassen sich auch die Kosten für eine Beerdigung und die anschließenden Trauerfeindlichkeiten minimieren.

Nicht explizit in diesen Kosten inkludiert sind die Kosten für die Bewirtung bei der im Anschluss an die Beerdigung sehr oft durchgeführten Trauerfeierlichkeiten. Diese Aufgaben werden natürlich nicht vom Bestattungsunternehmen übernommen. Sie können auch hier einen Drittanbieter mit der Organisation beauftragen oder Teile davon selbst durchführen. Die Kosten hängen sehr stark von der Anzahl der Teilnehmer bei den Trauerfeierlichkeiten ab.

Nicht selten sind auch die Kosten für die Organisation direkt kausal zu der Anzahl der Teilnehmer gebunden. Als praktisches Beispiel könnte man zum Beispiel anführen, dass Sie sich bei einem kleinen Kreis von 20 Menschen selbst um die Organisation der Bewirtung kümmern und beim Stammwirten einen Tisch reservieren. In diesem Fall würde für die Organisation natürlich kein finanzieller Aufwand entstehen.

Nehmen allerdings 100 Trauergäste oder gar mehr Menschen an den Trauerfeierlichkeiten teil, dann wird sich das in der Regel nicht mehr eigenständig organisieren lassen. In diesem Fall ist auch mit Kosten für die Organisation zu rechnen. Kostenfaktoren könnten auch die Bereitstellung eines Leichenwagens und aller notwendigen Mitarbeiter sein. Meist fallen auch noch zusätzliche Kosten für von Dritten erbrachte Dienstleistungen an, die gar nicht explizit errechnet werden können (zum Beispiel das Trinkgeld vor Ort oder im Anschluss im Restaurant). Diese werden oft als Gebühren oder Auslagen von Dritten bezeichnet.

Die Kosten einzeln aufgeschlüsselt

Die Gesamtkosten für eine Bestattung liegen im Durchschnitt bei etwa EUR 7.600. Sie können aber abhängig von der Auswahl der oben erwähnten Alternativen und Erweiterungsoptionen auch nach oben hin offen sein. Bei einer Urnenbestattung fallen Gebühren für Feuerbestattungs– dokumente darunter. Die Kosten überschreiten aber selten EUR 20.000, wenn die Trauerfeier nicht von einer überdimensional großen Anzahl von Trauergästen besucht wird. Diese Kosten lassen sich unterteilen. Die Kosten für die Anmietung eines Grabes für das Begräbnis sollte auch berücksichtigt werden. Dies fällt ungeachtet dessen an, welche Beerdigungsform Sie wählen wollen.

Für das Nutzungsrecht an einer Grabstelle müssen Sie mit Kosten von etwa EUR 500 bis EUR 2200 rechnen. Die Kosten hängen sehr stark von der Örtlichkeit ab. Außerdem ist die Grabstelle für ein Urnengrab meist um EUR 200 günstiger als ein Grab nach einer Erdbestattung. Berlin gilt als sehr teuer, wo zum Teil Kosten von EUR 2.200 für eine Grabstelle verrechnet werden. Andere Kosten könnten auch die Kosten für Musiker beinhalten. Gebühren für den Grabgräber, staatliche Gebühren um einen Grabstein für die Beerdigung zu entfernen, Gebühren für die Genehmigung für einen Grabstein und ähnliche Dinge sind aber stark von der Örtlichkeit abhängig. Es kann aber im Schnitt ein Betrag von EUR 1.100 bundesweit für solche Gebühren angenommen werden.

Eine Erdbestattung kostet in Deutschland zwischen EUR 700 und 7.500 Euro. Die Kosten variieren in Abhängigkeit der Wahl des Sarges, der Grabstätte und der Leistungen des Bestattungsunternehmens die in Anspruch genommen werden. Natürlich gibt es nach oben hin keine Grenzen (Stichwort: Sarg aus Gold). Die Urnenbestattung bietet die meisten Optionen. Sie müssen für die Einäscherung des Leichnams mit Kosten von EUR 150 und EUR 550 rechnen. Hinzu kommen Kosten für den lizenzierten Sarg und natürlich die Urnenbestattung. Eine Urnenbestattung der Asche kostet zwischen EUR 750 und EUR 6.500.

Trauerfeier organisieren, Tipps und Tricks

Der richtige Umgang mit einer Trauerfeier

Der Tod eines geliebten Menschen gehört leider zum Leben dazu. Neben den Begräbnisfeierlichkeiten sollte aber vor allem das Leben des Verstorbenen im Rahmen einer Trauerfeierlichkeit gefeiert werden. Beerdigungen und Trauerfeiern bieten Familienmitgliedern, Freunden und anderen Wegbegleitern die Möglichkeit, sich zu versammeln, um den Verstorbenen zu ehren und sich daran zu erinnern, was für ein toller Mensch der Verstorbene war.

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Eine Trauerfeier bietet auch die Möglichkeit, den Angehörigen Trost und Unterstützung anzubieten und den Personen, die dem Verstorbenen nahe gestanden waren, tröstende Worte zukommen zu lassen. Die Organisation einer Beerdigung ist schon mit viel Aufwand verbunden, aber die Trauerfeier zu organisieren stößt bei vielen Angehörigen auf die psychischen Grenzen.

Insbesondere ist es der emotionale Stress, der mit der Organisation einer Trauerfeier verbunden ist. Dadurch sind die meisten Menschen auch über jedwede Hilfestellung von außen dankbar. Trotz bester Tipps und Tricks, wie die Trauerfeier am besten gestaltet werden kann, ist es in der Regel doch ein sehr emotionaler und manchmal erschöpfender Prozess. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die Schritte, die Sie befolgen könnten, um eine Trauerfeier zu planen.

Es macht dabei auch keinen Unterschied, ob es die Planung für die eigene – in der Zukunft gelegene Trauerfeier – ist, oder die Trauerfeier für einen geliebten Menschen. Immer mehr Menschen wollen nämlich auch die eigenen Feierlichkeiten selbst planen und dafür sorgen, wie der Abschied durchzuführen ist. Ein bekanntes Beispiel von öffentlichkeitswirksamen Trauerfeierlichkeiten ist vermutlich der Trauerumzug durch die Münchener Innenstadt nach dem Tod von Rudolph Moshammer im Jahre 2005. Vermutlich werden Sie nicht selbst so eine große Trauerfeier veranstalten wollen, aber dennoch könnten die folgenden Tipps und Tricks für die Trauerfeier sehr hilfreich sein.

Was gehört zu den Trauerfeierlichkeiten

Bevor man sich die Details zur Planung der Trauerfeierlichkeiten überlegt, muss man sich Gedanken darüber machen, was überhaupt Teil der Trauerfeierlichkeiten ist. Die Trauerfeier beginnt streng genommen bereits mit der Beerdigung. Der Gedenkgottesdienst gehört besonders für gläubige Menschen ebenso zum Teil der Trauerfeierlichkeiten.

Die Planung des Beerdigungs- oder Gedenkdienstes ist von bestimmten Überlegungen geprägt. Die Planung einer Beerdigung oder Trauerfeier ist ein sehr persönlicher Prozess und die Entscheidungen werden von den persönlichen Lebenserfahrungen begleitet. Dazu zählt natürlich auch die persönliche Beziehung zu dem Verstorbenen. Je näher Sie dem Verstorbenen gestanden sind, desto eher werden Sie auch seine Wünsche und Bedürfnisse kennen.

Diese Wünsche sind natürlich auch bei den Trauerfeiern zu berücksichtigen, da diese ja im Sinne des Verstorbenen durchgeführt werden müssen. Immerhin sollte ja auch dem Wunsch des Verstorbenen entsprochen werden. Sollten Sie Ihre eigenen Trauerfeierlichkeiten planen und darüber Vorsorge treffen wollen, dann wird es auch in Ihrem Interesse liegen, dass man diesen Wünschen entsprechen wird.

Natürlich sind bei der Planung der Trauerfeiern auch externe Faktoren abzuwägen. Wenn man sich das Beispiel der Trauerfeiern von Rudolph Moshammer in Erinnerung ruft, so muss man natürlich an den Faktor der Kosten denken. Nicht jeder Verstorbene wird sich eine so aufwendige Trauerfeier leisten können. Natürlich sind auch unzählige andere Faktoren zu berücksichtigen. Es gibt mehrere Gründe, eine Beerdigung im Voraus zu planen, aber es gibt ganz bestimmte Entscheidungen, die getroffen werden müssen.

Dinge, die bereits im Vorfeld für eine gelungene Trauerfeier zu erledigen sind

Um eine Trauerfeier zu planen, müssen Sie wissen, was geplant ist. Es geht also um das Gesamtbild, welches in einem visionären Umfeld geplant werden muss. Es gibt drei wichtige Komponenten, die als Voraussetzung für eine gelungene Trauerfeier gelten. Die Planung Bestattung bzw. Beerdigungszeremonie, die Durchführung der Zeremonie und die praktische Durchführung der Trauerfeier in dessen Rahmen vor allem die Erfahrung der externen Organisatoren zählt (siehe zum Beispiel das Kapitel über die Auswahl eines Fotografen).

Ein Bestattungsunternehmen kann bei der detaillierten Planung des ersten Punktes behilflich sein. Catering-Unternehmen können die kulinarische Organisation und Bereitstellung der Speisen und Getränke für die anschließende Trauerfeier organisieren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die rechtzeitige Planung der Trauerfeier.

Natürlich sollte dieser Punkt nicht missverstanden werden, denn kein Mensch kann wissen, wann sein Todeszeitpunkt gekommen ist. Es geht aber um die richtige Vorsorge, damit die Angehörigen später nicht vor finanziellen Problemen stehen. Der Gesetzgeber verlangt nämlich von den Angehörigen, dass sie für die Beerdigung verantwortlich sind. Unter Umständen kann es von Vorteil sein, rechtzeitig eine sogenannte Sterbeversicherung abzuschließen, welche im Todesfall die Kosten übernehmen wird.

So eine Versicherung könnte auch für Fälle interessant sein, wo der Tod nicht auf natürliche Weise eingetreten ist (zum Beispiel durch einen Unfall im Ausland). In diesem Fall könnten hohe Kosten für die Überstellung des Leichnams auf die Angehörigen hinzukommen. Solche Kosten könnten von einer Versicherung bereits im Vorfeld abgegolten werden.

Welche Entscheidungen sind im Zusammenhang mit der Trauerfeier zu treffen?

Um die Trauerfeier ohne Probleme organisieren zu können, müssen ganz bestimmte Entscheidungen getroffen werden. Welche das sind, erfahren Sie im Anschluss. Diese Tipps und Tricks sind auch in einer Art chronologischer Reihenfolge abzuarbeiten.

Die Wahl der Bestattungsart

Viele Menschen gehen irrtümlicherweise davon aus, dass eine Beerdigung und ein Begräbnis die gleichen Begriffe sind. Allerdings ergeben sich bereits aufgrund der unterschiedlichen Bestattungsarten verschiedene Möglichkeiten, die im Rahmen der Trauerfeier bereits im Vorfeld zu berücksichtigen sind.

Grundsätzlich gibt es in Deutschland zwei Arten der Bestattung. Einerseits gibt es die Möglichkeit der Erdbestattung und andererseits jene der Urnenbestattung. Grundsätzlich hat die Wahl der Bestattungsart auch Auswirkungen auf die Trauerfeierlichkeiten. Obwohl das Ritual bei einer Erdbestattung dem Grunde nach gleich ist wie bei einer Urnenbestattung, so gibt es dennoch Auswirkungen auf die Planung und Organisation der Trauerfeier. Die Feuerbestattung bedeutet nämlich, dass man nicht gleichzeitig eine Trauerfeier mit dem zuvor einbalsamierten Körper des Verstorbenen abhalten kann. Daher ist es wichtig zu verstehen, dass ein Begräbnis, wie wir es im Allgemeinen verstehen, tatsächlich zwei wichtige Funktionen beinhaltet. Sie werden sich also die Frage stellen müssen, welche Bestattungsart Sie für den Verstorbenen wählen wollen (vorausgesetzt, dass der Verstorbene darüber nicht selbst verfügt hat).

In einem weiteren Wirken geht es auch um die Frage, wie Sie im Rahmen der Trauerfeier das Leben und Wirken des Verstorbenen würdigen wollen. Insbesondere hat die Art der Bestattung Auswirkungen auf die Planung eines Gottesdienstes. Bei der Planung eines Trauergottesdienstes könnte es nämlich einfacher sein, zuerst die Form der gewünschten Bestattungsart zu wählen.

Die einzelnen Bestattungsarten

Es gibt unterschiedliche Bestattungsarten, die auch im Rahmen des Gesetzgebers erlaubt sind. Auf die wichtigsten Formen werden wir nachfolgend kurz eingehen.

Die traditionelle Erdbestattung

Die klassische Erdbestattung ist immer noch die übliche Bestattungsform in Deutschland. Allerdings wächst der Trend hinsichtlich alternativer Bestattungsformen, die im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten erlaubt sind. Grundsätzlich erfolgt die Bestattung auf dem Friedhof. Der seit dem Jahre 1934 geltende Friedhofszwang ist immer noch im Gesetz verankert. Alternativ dazu kann auch die Beerdigung in einem Mausoleum oder Grabmal erfolgen. Allerdings ist hier mit deutlich höheren Kosten zu rechnen, die nicht nur einmalig anfallen, sondern auch langfristig zu hohen Belastungen führen wird.

Die Urnenbestattung

Bei der sogenannten Feuerbestattung wird der Körper zunächst während eines Verbrennungsprozesses zu Knochenfragmenten oder Asche reduziert. Diese eingeäscherten Überreste des Verstorbenen bieten Überlebenden verschiedene Optionen an, wie mit dem Verstorbenen umzugehen ist. Der Gesetzgeber gibt hier genaue Rahmenbedingungen vor, wie mit der Asche des Verstorbenen umzugehen ist.

Auch bei der Urnenbestattung gilt grundsätzlich der Friedhofszwang. Die Urne muss also auf dem Friedhof vergraben werden. Lediglich in Bremen gibt es aufgrund der gesetzlichen Möglichkeiten Ausnahmeregelungen, die es erlauben, die Urne zum Beispiel im privaten Garten zur ewigen Ruhe zu betten. Da die Bestattungsgesetze Landesgesetze sind, obliegt die gesetzliche Regelung dazu den Ländern. Lediglich die Pflicht zur Bestattung ist in den Bundesgesetzen geregelt.

Stellen Sie sich einen aussagekräftigen Service vor

In den letzten Jahrzehnten wurden Bestattungsdienste zunehmend personalisiert, obwohl viele Menschen immer noch an das traditionelle Begräbnis denken. Ein persönlicher Begräbnis- oder Gedenkgottesdienst spiegelt das einzigartige Leben und die Persönlichkeit der verstorbenen Person wider. Private Anbieter können auch die Rahmenbedingungen für die Trauerfeier besser organisieren.

Es ist hilfreich, so einen Dienst mit der Durchführung und auch der Organisation der Trauerfeier zu beauftragen, da das Unternehmen Erfahrung damit hat. Außerdem werden Sie ohnedies unter emotionalem Stress leiden und für jede Hilfe von außen dankbar sein. Die Trauerfeier sollte jedenfalls den Verstorbenen und sein Leben in den Mittelpunkt rücken.

Es sollen primär die positiven Seiten des Lebens hervorgehoben werden und das Leben des Verstorbenen gefeiert werden. Die Angehörigen, Freunde und Bekannte sollten sich während der Trauerfeierlichkeiten an den Verstorbenen erinnern, wie er oder sie im Leben war. In einer Zeremonie sollte daher auch auf die einzigartigen Eigenschaften des Verstorbenen eingegangen werden und auf diese positiven Momente im Leben des Verstorbenen reflektiert werden.

Bei der Organisation der Trauerfeier muss aber auch auf die persönlichen, religiösen oder spirituellen Überzeugungen des Verstorbenen Rücksicht genommen werden. Die Trauerfeier kann auch nur dann eine denkwürdige, bedeutungsvolle Gelegenheit für Trauergäste darstellen, wenn Sie dem Wunsch und dem Leben des Verstorbenen gerecht wird.

Es ist daher auch ratsam, wenn in einem kommunikativen Prozess mit dem Veranstalter der Trauerfeier auch das Leben, die persönlichen Neigungen und Überzeugungen mit dem Organisator diskutiert werden. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass die Trauerfeier auch im Sinne des Verstorbenen durchgeführt werden kann.

Die Trauerfeier sollte aber primär das Leben des Verstorbenen feiern und sich auf die positiven und freudigen Momente stützen. Auf diese Weise die persönliche Trauer auszudrücken, während sich die anwesenden Menschen gegenseitig trösten und unterstützen, können auch schöne Erinnerungen von der Trauerfeier mitgenommen werden.

Die Auswahl der Ortes für die Trauerfeier

Nicht jeder Mensch hat die Möglichkeit, die Münchner Innenstadt als Ort der Trauerfeier zu verwenden. Nur bekannte Persönlichkeiten, die sich auch für eine Stadt oder ein Land verdient gemacht haben, wird diese Ehre zuteil. Bekannte Beispiele dafür sind zum Beispiel Rudolph Moshammer oder der frühere bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauss. In der Regel werden keine öffentlichkeitswirksamen Orte für die Trauerfeier gewählt.

Dies erfolgt zum Teil auch sehr bewusst, weil man die Trauerfeierlichkeiten in einem privaten Umfeld wünscht und ganz explizit nur die Familie teilhaben lassen möchte. Einige Familien entscheiden sich als Folge dafür, die Trauerfeiern mit Bestattungsdiensten in einer Kultstätte oder in einer Bestattungskapelle abzuhalten, die religiöse Lesungen und Musik beinhalten. Besonders religiös geprägte Menschen nutzen diese Möglichkeit.

Andere Menschen wünschen säkulare oder nicht-religiöse Dienste für Ihre Trauerfeiern. Diese Dienste können an einem öffentlichen oder privaten Ort stattfinden. Es gibt auch die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Trauerfeiern zu organisieren. Es könnte zunächst eine öffentliche Trauerfeier für einen erweiterten Besucherkreis organisiert werden und wenig später eine private Feier in Form der Bestattung für unmittelbare Familienmitglieder durchgeführt werden.

Tipps und Tricks zur Durchführung der Trauerfeier

Der Gesetzgeber lässt die Angehörigen weitgehend entscheiden, wie sie die Trauerfeier organisieren wollen. Gläubige Menschen haben die Möglichkeit, die Trauerfeierlichkeiten nach den eigenen Glaubensrichtlinien zu organisieren. Dabei können Glaubensbrüder den Gottesdienst leiten. Es können Lesungen wie Gedichte, Gebete, religiöse oder säkulare Passagen vorgetragen werden. In der Regel beinhaltet die Trauerfeier auch eine kulinarische Begleitung.

Dabei werden den Trauergästen Essen und Getränke serviert. Es ist ratsam, zu diesem Zwecke einen Catering-Service zu beauftragen. Wen das Essen professionell zubereitet wird, dann gibt es in der Regel auch keine Probleme bei der Organisation. Manche Menschen wollen die Trauerfeierlichkeiten (zumindest bestimmte Teile davon) für Nachkommen oder zum Zwecke der eigenen Erinnerung festhalten.

Es ist daher durchaus ratsam, einen Fotografen zu organisieren, der dann im richtigen Augenblick Fotos von der Trauerfeier machen kann. Selbst ein Webcasting der Beerdigung ist möglich, wenn das gewünscht wird. Diese Aufnahme kann dann auch später verfügbar gemacht werden. Dadurch können persönliche Berührungen in Form von Fotos oder gar einem Erinnerungsvideo festgehalten werden.

Tipps und Tricks für die Organisation eines Fotografen

Es ist wohl einer der sensibelsten Punkte bei einer Trauerfeier. Einerseits sollen Fotos das positive Leben des Verstorbenen einfangen und so ein würdevoller Abschied gelingen, andererseits muss man auch während der Trauerfeier sehr einfühlsam mit dem Leben und Einfangen der richtigen Fotos auf der Trauerfeier vorgehen. Ein wesentlicher Punkt kommt hier der Organisation des Fotografen zu. Natürlich muss der Fotograf fachlich qualifiziert sein, gute Fotos machen zu können.

Dazu gehört einerseits die richtige Stimmung einzufangen, sie aber dennoch in einem positiven Licht zu zeigen. Es soll die Würde und das Leben des Verstorbenen auf den Fotos so dargestellt werden, dass zwar die Trauer im Vordergrund steht, aber dennoch ein Gefühl von Zufriedenheit wahrgenommen werden kann. Es sind aber auch die persönlichen Eigenschaften des Fotografen sehr wichtig.

Vor allem muss er einfühlsam sein. Der Fotograf muss das Geschehen der Trauerfeier dokumentieren können, aber in gewisser Weise auch ein unsichtbarer Gast sein. Ein wichtiges Element ist auch die offene Kommunikation mit den Gästen, wenn sie nicht unausweichlich ist. Es wird immer zu Situationen kommen, wo der Fotograf mit den Gästen in Kontakt kommt und auf seine Arbeit angesprochen wird.

Es ist ratsam, für die Trauerfeier nur einen erfahrenen Fotografen zu wählen, der auch im Umgang mit solchen Situationen Erfahrung hat. Sollte der Fotograf zum Beispiel mit der Kamera in der Hand bei einer Beerdigung erscheinen, ohne vorher die Erlaubnis der Familie des Verstorbenen zu bekommen, dann wäre dies ein fatales Zeichen. Der Fotograf muss also kommunikative Eigenschaften besitzen, die er im Bedarfsfall auch einsetzen kann.

Sie müssen auch eine offene Kommunikation mit Ihrem Ansprechpartner herstellen, um die Erwartungen zu klären. Außerdem gibt es Bereiche, die nicht fotografiert werden sollten. Dies sollte auch mit dem Fotografen im Vorfeld abgesprochen werden. Ein erfahrener Fotograf weiß natürlich, welche Dinge nicht fotografiert werden sollten.

Sollen Blumenspenden oder Geldspenden getätigt werden?

Traditionell schicken Menschen Blumen zu einer Beerdigung. Blumen gelten als Ausdruck der Sympathie und Anteilnahme und sollen dem Verstorbenen eine letzte Ehre geben. Blumen als Zeichen der Unterstützung und um Beileid auszusprechen, gelten auch heute noch als Norm. In den vergangenen Jahrzehnten haben Familien jedoch in Todesanzeigen und Todesanzeigen den Ausdruck „Anstelle von Blumen …“ verwendet, um Ihre Bevorzugung von Spenden anstelle von Blumen vorzuschlagen.

Meist wird hier auch im Sinne des Verstorbenen gehandelt. Es soll auch sein letzter Wille dadurch zum Ausdruck gebracht werden. In der Regel wird zu Geldspenden aufgerufen, die an Organisationen überwiesen werden, die schon zu Lebzeiten von dem Verstorbenen unterstützt wurden oder ihm / Ihr nahe gestanden sind. Daher sollten Sie entscheiden, ob die Teilnehmer Blumen verschicken dürfen oder doch lieber eine ausgewählte Wohltätigkeitsorganisation unterstützt werden sollte.

Meist wird ohnedies direkt in der Todesanzeige auf die Spendenorganisation mit der Bitte um eine Überweisung auf den Wunsch des Verstorbenen hingewiesen. Vielleicht nutzen Sie auch die Möglichkeit, eine konkrete Familie zu unterstützen, wenn Sie von der sozialen Ader des Verstorbenen gewusst haben, dieser aber keine spezielle karitative Organisation in seinem letzten Willen hinterlassen hat.

Ein guter Tipp könnte auch sein, eine Organisation zu unterstützen, die sich bestimmten Krankheiten annehmen. Wenn die Todesursache des Verstorbenen zum Beispiel eine Krebserkrankung war, könnte man einer Organisation eine Geldspende zukommen lassen (bzw. die Angehörigen um eine Geldspende bitten), die sich dem Kampf dieser Krebsart verschrieben hatte.

Vielleicht denken Sie auch daran, dem Hospiz eine Geldspende zukommen zu lassen (oder die Angehörigen dazu aufrufen, dafür zu spenden), das sich um Ihren Angehörigen kümmerte. Wenn keines der genannten Umstände zutreffend ist und auch der Verstorbene keinen letzten Willen diesbezüglich hinterlassen hat, dann könnten Sie um eine Geldspende für eine Wohltätigkeitsorganisation bitten. Dies ist eine Organisation oder ein Unternehmen, das eine Ursache oder einen Zweck darstellt und damit eine persönliche Leidenschaft oder Überzeugung des Verstorbenen widerspiegelt.

Urnenbestattung: Ablauf und kosten

Grundsätzliche Überlegungen zur Bestattung

Der Tod gehört nun einmal zum Leben dazu. Damit müssen wir uns alle abfinden. Die meisten Menschen sorgen sich um die steigenden Lebenshaltungskosten und achten daher nur wenig auf die Kosten, die auch der Tod mit sich bringt. Es liegt vermutlich auch in der Natur des Menschen, sich nicht gerne mit dem eigenen Tod zu beschäftigen.

Er hat etwas Schauderhaftes an sich und deshalb schieben wir das Thema Zeit unseres Lebens auf. Wir sollten uns aber auch um die Planung unseres eigenen Ablebens kümmern, da ein planloses Vorgehen meist auf Kosten der Hinterbliebenen zurückbleibt. In diesem Zusammenhang denken wohl die meisten Menschen zunächst an hohe Erbschaftssteuern und den Übergang von Vermögen und dem Eigenheim an die nächste Generation.

Allerdings ist auch die Bestattung selbst mit Kosten verbunden. Es ist daher ratsam, sich rechtzeitig damit zu befassen, um die Kosten möglichst gering zu halten und auch den Ablauf zu optimieren. Außerdem liegt es unter Umständen auch in Ihrem eigenen Interesse, den Ablauf der Bestattungszeremonie so zu gestalten, wie Sie das selbst für richtig erachten. Heute werden zur traditionellen Bestattung auch Alternativen angeboten. Die Variante der Urnenbestattung ist für viele Menschen eine überlegenswerte Alternative, die auch wegen der Kosten in Betracht gezogen wird. Es gibt allerdings auch rechtliche Vorschriften bei der Urnenbestattung zu beachten. Im nachfolgenden Artikel wollen wir Ihnen die deutschen Gesetze zur Urnenbestattung und Einäscherung darlegen und konkret auf die möglichen Kosten sowie den Ablauf der Bestattungszeremonie eingehen.

Gesetzliche Regelungen in Deutschland

Um die gesetzlichen Rahmenbedingungen für eine Urnenbestattung näher zu beleuchten, müssen wir uns mit der Gesamtlage gesetzlicher Regelungen für Bestattungen in Deutschland beschäftigen. Grundsätzlich ist auch dahingehend zu unterscheiden, in welchem deutschen Bundesland der Verstorbene bestattet werden soll. Der Grund liegt in der bundesstaatlichen Regelung zur Bestattungspflicht.

Die Bestattungspflicht lässt sich zwar aus der Bundesgesetzgebung heraus ableiten, der Föderalismus in Deutschland gibt aber vor, dass jedes Bundesland für sich ein eigenes Gesetz zur Art und Weise der Bestattung geschaffen hat. Darin sind nicht nur die Rahmenbedingungen für die Bestattung an sich dargelegt, sondern auch Regelungen in Bezug auf Bestattungspflichten und Friedhofspflichten niedergeschrieben.

Diese Regelungen sind aber von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Natürlich können wir in diesem Artikel nicht auf die Regelungen jedes einzelnen Bundeslandes näher eingehen. Es wird allerdings versucht, Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten, damit der Leser und die Leserin einen Anhaltspunkt für die Vorgaben des Gesetzgebers finden kann. Dieser Leitfaden soll daher nur die allgemeinen Richtlinien vorgeben und dem Leser bzw. der Leserin ein grundsätzliches inhaltliches Verständnis übermitteln.

Da der Schwerpunkt der Betrachtung ohnedies in der Urnenbestattung liegt, versuchen wir, diesen Punkt genauer zu unterscheiden. Die Unterschiede bei der Bestattungszeremonie ergeben sich aufgrund der einzelnen Landesgesetze hauptsächlich hinsichtlich der Fragestellungen zu Ruhezeiten auf Friedhöfen und Themen wie zum Beispiel der Bestattungsfrist und der Ausstellung des Totenscheins. Außerdem gibt es vereinzelt Abweichungen zu Regelungen zur Durchführung einer Leichenschau, die ohnedies nicht von Belang für diesen Artikel sind.

Kosten einer Erdbestattung im Vergleich zur Urnenbestattung

Grundsätzliche Überlegungen sind natürlich immer von den regionalen Unterschieden gekennzeichnet auf die in diesem Artikel auch nicht näher eingegangen werden kann. Sie können sich aber ein Bild darüber machen, mit welchen Kosten zu rechnen ist. Die klassische Erdbestattung ist in Deutschland immer noch sehr beliebt.

Dennoch entscheiden sich immer mehr Menschen in Deutschland für eine Urnenbestattung. Insbesondere in städtischen Gebieten wählen nach Auswertung von Statistiken mehr als die Hälfte der Angehörigen, den Verstorbenen eine Urnenbestattung zukommen zu lassen (bzw. der Verstorbene veranlasst bereits zuvor eine Urnenbestattung im Falle des Ablebens). Der Grund liegt unter anderem auch darin, dass die Urnenbestattung zum Teil auch billiger ist als die klassische Erdbestattung.

Es können aber auch ganz persönliche Gründe dafür vorliegen. Die Unterschiede beim Umgang mit dem eigenen Tod sind aber regional sehr unterschiedlich. Dies betrifft auch die Kosten. Auch hier müssen Sie regionale Unterschiede in Betracht ziehen, die sich auch aufgrund der unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen ergeben. Damit Sie allerdings eine ungefähre Vorstellung von den Kosten haben, die bei einer Urnenbestattung anfallen, sollte an dieser Stelle ein Richtpreis erwähnt werden, der sich aus den Berechnungen eines gleitenden Durchschnitts von allen deutschen Bundesländern ergibt.

Bei einer einfachen Urnenbestattung ist mit Kosten zwischen EUR 5.500 und EUR 6.500 zu rechnen. In diesen Kosten sind Kosten für eine spätere Grabpflege und auch die Kosten für die Errichtung eines Grabsteins nicht inkludiert. Schon angesichts diesen Punktes sehen Sie, dass die Kosten dann regional sehr unterschiedlich sein können, weil auch die Grundpreise sich im Landkreis von jenen in städtischen Gebieten sehr stark unterscheiden können.

Selbst die Urnenbestattung braucht einen „zertifizierten“ Holzsarg

Wenn Sie nun glauben, dass eine Urnenbestattung ohne Sarg auskommt, dann täuschen Sie sich. Dennoch sind die Kosten für eine Urnenbestattung deutlich günstiger als jene einer Erdbestattung. Im Vergleich zu den Kosten der Urnenbestattung liegen die Begräbniskosten für eine Erdbestattung in Deutschland zwischen EUR 6.000 und EUR 20.000.

Damit liegen die Kosten für eine Urnenbestattung im unteren Bereich einer Erdbestattung. Daraus lässt sich auch ableiten, dass die Kosten ein Grund für die steigende Beliebtheit einer Urnenbestattung sind. Die große Spanne bei einer Erdbestattung ergibt sich aber auch daraus, weil eben die Kosten je nach Standort und Kundenvorlieben variieren können.

Auch die Auswahl des Sarges kann die Kosten in die Höhe treiben. Diese fallen bei einer Urnenbestattung nicht so stark ins Gewicht. Hier ist aber anzumerken, dass selbst für die Urnenbestattung ein Sarg benötigt wird. Der Gesetzgeber schreibt hier vor, dass zumindest ein „zertifizierter“ Holzsarg für die Einäscherung benötigt wird. Die Kosten liegen hier bei etwa EUR 500, können aber auch regional unterschiedlich hoch sein.

Große Unterschiede bei der Urnenbestattung im Ländervergleich

Wenn man sich die Beliebtheit der Urnenbestattung im Ländervergleich ansieht, dann fallen zum Teil große Unterschiede auf. Dies ist vielleicht auch eine Erklärung dafür, dass in Ostdeutschland die Einäscherungsrate inzwischen bei einem Anteil von weit über 75 Prozent liegt. In Bayern hingegen ist die Urnenbestattung weniger verbreitet.

Der Grund könnte aber auch darin zu suchen sein, dass Bayern eine sehr katholisch geprägte Region ist. Selbst die römisch-katholische Kirche hat sich sehr offen gegenüber der Urnenbestattung gezeigt, denn bereits Anfang der 1960 er Jahre hat sie die Urnenbestattung als für Katholiken als akzeptabel eingeschätzt. Deutschland gilt im bundesweiten Schnitt aber nicht als großer Fan der Urnenbestattung. Wenn man sich die Rate zur Urnenbestattung in anderen Ländern ansieht, dann ist sie in Deutschland noch immer unterrepräsentiert.

So zum Beispiel liegt sie in Großbritannien im Schnitt bei fast 80 Prozent. Die Deutschen, die sich für die Erdbestattung entscheiden, haben in der Regel einen begrenzten Aufenthalt auf dem Friedhof Ihrer Wahl. Aus Platzgründen erlauben die meisten deutschen Friedhöfe den Verstorbenen nur eine begrenzte Ruhezeit. Nach spätestens 30 Jahren müssen die Gräber meist aufgegeben werden. Auch das ist ein Argument für eine Urnenbestattung, denn hier ist die Handhabung großzügiger, obwohl der Gesetzgeber keine Unterscheidung dahingehend getroffen hat.

Ablauf einer Urnenbestattung

Wie bei einer Erdbestattung auch, so wird auch die Urnenbestattung mit bestimmten Ritualen begleitet. Für die Angehörigen ist dies ein wichtiger Schritt, um vom Verstorbenen Abschied nehmen zu können. Die Beisetzung der Urne ist auch der letzte Schritt, um Abschied vom Verstorbenen nehmen zu können. So wie bei der Erdbestattung auch, wird am Tag der Bestattung der Verstorbene der Erde übergeben. Bei der Urnenbestattung gibt es ebenso einen Grabstein.

Wenn Sie die Urnenbestattung auf einem Friedhof vornehmen wollen, dann wird es vermutlich ein Grabstein sein, wenn Sie eine alternative Grabstätte wählen, dann kann es auch zum Beispiel eine schöne Plakette an einem Baum sein, die an den Verstorbenen erinnert. Bezüglich der rechtlichen Regelungen zur alternativen Urnenbestattung verweisen wir auf die Ausführungen, die zuvor ausgearbeitet wurden.

Die Begräbnisfeierlichkeiten werden nach persönlichen Wunschvorstellungen gestaltet. Sie wurden zum Teil auch bereits im Vorfeld durch den Verstorbenen im Testament festgehalten. Meist begleiten die engsten Freunde und Bekannte den letzten Weg des Verstorbenen. Die Gestaltung der Urnenbestattung ist dabei sehr individuell festzulegen. Die Urnenbestattung kann in aller Stille und im Gedenken an den Verstorbenen erfolgen oder durch Musik begleitet werden. Der Gesetzgeber gibt hier keine konkreten Rahmenbedingungen für die Urnenbestattung vor.

Lediglich formale Vorschriften gilt es zu beachten. So wird das verantwortliche Personal auf dem Friedhof den für die Urnenbestattung verantwortlichen Angehörigen bitten, die Daten der Urne zu überprüfen. Die Daten des Verstorbenen sind auf dem Deckel der Urne eingraviert. Neben dem Namen ist auch das Geburts- und Sterbedatum auf der Urne eingraviert. So wie bei einer Erdbestattung auch, wird die Urne dann zum Grab getragen.

Der für die Urnenbestattung verantwortliche Aufseher des Bestattungsinstituts legt dann die Urne in ein Netz und lässt sie mithilfe eines Bandes (alternativ dazu nutzen manche Aufseher auch ein Werkzeug, welches als Beisetzungszange bekannt ist) in das Grab herab. Der Aufseher wird dem Verstorbenen ebenso seine letzte Ehre erweisen, indem er dem formalen Akt folgt und sich vor dem Verstorbenen (bzw. der Urne) verneigt und sich somit auch verabschiedet. Viele Rituale erinnern beim Ablauf der Urnenbestattung auch an jene bei einer Erdbestattung. So findet man am Grab auch etwas Erde, welche die Angehörigen in das Grab zur Urne hineinwerfen können. Damit ist dann auch die Beisetzungszeremonie beendet. Es gibt auch die Möglichkeit, eine sogenannte Überurne anzubringen. Diese Überurne kann zusätzlich verwendet und auch selbst gestaltet werden. In diesem Fall wird die Aschenkapsel in der Überurne beigesetzt.

Gestaltungsmöglichkeiten der Urnenbestattung

Alternativ zum oben geschilderten Ablauf, hat der Angehörige auch die Möglichkeit, die Urne selbst zum Grab zu tragen. Der Aufseher begleitet dann selbst den Trauerzug zum Grab und steht zur Hilfestellung bereit. Es können auch Blumenspenden zum Grab gebracht werden und dort von den Angehörigen niedergelegt werden.

Bei der Gestaltung der Urnenbestattung ist man sehr frei. So können die Angehörigen singen oder beten. Sehr oft werden auch Briefe verlesen, die vom Verstorbenen stammen oder an den Verstorbenen geschrieben wurden. Manchmal werden auch Fotos herumgereicht, wo der Verstorbene in glücklichen Tagen zu sehen ist. In den meisten Fällen werden jedoch kurze Ansprachen gehalten und Texte vorgelesen.

Wenn die Familie sehr christlich erzogen war, dann ist es auch üblich, ein Vaterunser zu sprechen und Musik dazu spielen zu lassen. Sehr oft werden zu diesem Zweck auch Sänger engagiert, die am Grab Lieder singen. Betreffend der Blumenspenden muss aber angemerkt werden, dass es aus Platzgründen ratsam ist, keine großen Kränze an das Grab zu stellen. Bei einer Urnenbestattung ist meist viel weniger Platz vorhanden als bei einer Erdbestattung. In der Praxis haben sich daher auch kleine Blumenkränze durchgesetzt, die am Grab des Verstorbenen niedergelegt werden.

Sehr häufig wird auch ein Blumenstrauß mit der Urne begraben. Üblich ist es auch, dass ein besonderes Geschick aus schönen Blumen bestellt wird, damit das Grab des Verstorbenen im Rahmen eines symbolischen Aktes zum Schluss der Urnenbestattung verschlossen werden kann. Das Grab bleibt jedoch solange offen, bis der letzte Angehörige den Friedhof verlassen hat.

Die Kostentragungspflicht der Urnenbestattung

Hinsichtlich der Kosten für eine Urnenbestattung ist auch die Frage der Kostentragungspflicht zu klären. Auch in diesem Bezug hat der Gesetzgeber eine klare gesetzliche Regelung beschlossen und geregelt, wer die Kosten einer Bestattung im Allgemeinen zu tragen hat.

Allerdings hat sich der Bund hier eine Kompetenz zurückbehalten, da die Kostentragungspflicht nicht wie sonst üblich in den Bestattungsgesetzen der Länder geregelt ist. Die Kostentragungspflicht ist aber nicht speziell für die Urnenbestattung geregelt, sondern umfasst den gesamten Tatbestand der Bestattung. Davon umfasst sind also neben der Urnenbestattung auch die Erdbestattung und alle anderen Formen der Bestattung. Im BGB gibt es dazu im § 1968 ganz genaue Regelungen, dass der Erbe die Kosten für die Bestattung des Verstorbenen zu tragen hat.

Das Gesetz spricht hier allerdings nicht vom Verstorbenen, sondern vom Erblasser. Wenn es mehrere Erben gibt, dann werden die Kosten gemeinsam von den Erben getragen. Die Aufteilung der Kosten und damit die Kostentragungspflicht bei der Urnenbestattung ist somit auch im Sinne der Erbquoten zu erfassen.

Sollte es dem Erben nicht möglich sein, der Kostentragungspflicht nachzukommen, dann kann die Kostentragungspflicht auf eine andere Person übergehen. Dies ist aber im speziellen Fall zu beurteilen. Jedenfalls sollte bekannt sein, dass der Gesetzgeber dazu genaue Regelungen getroffen hat, wie in solchen Fällen vorzugehen ist. So können unter Umständen unterhaltspflichtige Personen anstelle des Erben zur Kostentragungspflicht herangezogen werden.

Sollte der Tod des Verstorbenen durch einen Unfall verursacht worden sein, dann kann auch der Verursacher des Unfalls zur Kostentragungspflicht herangezogen werden. Zusätzlich gibt es auch noch spezielle Regelungen im Zusammenhang mit Krankenversicherungen, wo ein sogenanntes Sterbegeld ausbezahlt wird. Wir können also daraus schließen, dass in den meisten Fällen das deutsche Recht den Erben des Verstorbenen für die Begräbniskosten verantwortlich macht.

Wenn die Erben nicht zahlen können, soll derjenige, der für die finanzielle Unterstützung der verstorbenen Person verantwortlich ist, die Kostentragungspflicht übernehmen. Wenn jemand den Tod des Verstorbenen verursacht hat, haben die Erben das Recht, die Bestattungskosten von dieser oder diesen Personen einzutreiben. Wenn keine verantwortlichen Personen oder Überlebenden gefunden werden, muss das örtliche Gesundheitsamt die Beerdigung veranlassen und für die Kostentragungspflicht aufkommen. In jedem Fall ist eine Beerdigung nach deutschem Recht erforderlich. In welcher Form diese zu erfolgen hat, ist ebenso im deutschen Recht geregelt.

Welche Bestattung ist überhaupt in Deutschland erlaubt

Dem Verstorbenen stehen unterschiedliche Arten von Bestattungsmöglichkeiten zur Auswahl. Grundsätzlich wird zwischen einer Erdbestattung und der Urnenbestattung unterschieden. Sehr geläufig ist auch der Begriff der Feuerbestattung. Neben den bereits zuvor behandelten Bestattungsarten (die immer noch zu den meist gebräuchlichen Bestattungsarten in Deutschland gehören), gibt es aber auch noch weitere Bestattungsarten, die dem Verstorbenen offenstehen. So folgt man in Deutschland auch dem internationalen Trend und erlaubt alternative Bestattungsformen.

Alternative Bestattungsformen bei der Urnenbestattung

Insbesondere hinsichtlich der Urnenbestattung gibt es alternative Bestattungsformen. So gibt es in Deutschland die Möglichkeit der Seebestattung. In diesen Fällen wird die Urne im Wasser bestattet. Die Baumbestattung ist ebenso eine Möglichkeit, wobei die Urne im Wurzelbereich eines Baumes bestattet wird. Traditionell wird zwar immer noch die Erdbestattung gewählt, doch die Urnenbestattung wird immer beliebter. In diesem Zusammenhang sei an die Ausführungen weiter oben zu verweisen. Selbst wenn die Möglichkeit einer Seebestattung oder Baumbestattung gewählt wird, dann wird zunächst der Verstorbene in einem Krematorium eingeäschert und anschließend in einer Urne am vorgesehenen Ort beigesetzt. Der Gesetzgeber schreibt hinsichtlich der Bestattungszeremonie aber nicht vor, ob diese vor oder nach der Kremierung stattfinden soll.

Wo kann die Urne des Verstorbenen bestattet werden?

In den meisten Fällen findet die Urnenbestattung auf dem Friedhof statt. Außerdem gibt es die Möglichkeit der bereits oben angesprochenen Seebestattung und Baumbestattung. Die meisten Urnenbestattungen finden in sogenannten Ruhewäldern statt.

Ein spezieller Wunsch, die Asche des Verstorbenen mit nach Hause zu nehmen, wird zunehmend in Deutschland diskutiert. Während es in anderen Ländern legal ist, die Asche des Verstorbenen zum Beispiel in einer Brosche an einer Kette hängend ständig bei sich zu tragen, so ist diese Vorgehensweise in Deutschland in der Regel nicht gestattet. Allerdings gibt es dank der Kompetenz der Länder im Bestattungswesen Ausnahmeregelungen.

Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang das Bundesland Bremen, wo seit Beginn des Jahres 2015 die Asche des Verstorbenen auch auf privaten Grundstücken bestattet werden kann. Die sogenannte „Diamantbestattung“ ist selbst im liberalen Bremen nicht gestattet. Der Friedhofszwang gilt dahingehend, nämlich auch noch in Bremen. Es sind nur bestimmte Lockerungen (wie oben beschrieben) erlaubt. Es wird in Deutschland aber sehr intensiv über alternative Bestattungsformen in parlamentarischen Debatten diskutiert.

Sonderurlaub bei Todesfall und Beerdigung, Infos und Beantragung

Allgemeine Hinweise

Der Tod eines geliebten Menschen lässt immer Betroffenheit bei den Hinterbliebenen zurück. Es kann schwierig sein, damit umzugehen. Viele der betroffenen Hinterbliebenen sind jedoch berufstätig und die Beerdigung fällt meist in die Dienstzeit. In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich die Frage, ob ein Dienstnehmer Anspruch auf Sonderurlaub bei einem Todesfall im nahen Bekanntenkreis oder in der eigenen Familie hat. In diesem Artikel sehen wir uns die rechtlichen Rahmenbedingungen etwas genauer an.

Bei einem Todesfall sind verschiedene Aufgaben zu erledigen, die in der Regel auch sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. So müssen zum Beispiel Bestattungsarrangements organisiert werden und die näheren Angehörigen und Freunde über den Tod des Verstorbenen informiert werden. Das Erfordernis eines Sonderurlaubs bei Trauerfällen wird auch deswegen notwendig sein, da der betroffene Angestellte / die betroffene Angestellte an der Beerdigung teilnehmen möchte.

Natürlich muss auch der Nachlass verwaltet werden und dazu zum Beispiel der Notar aufgesucht werden. Diese Amtswege nehmen allerdings mehr Zeit in Anspruch und verteilen sich meist auf mehrere Tage in der nahe liegenden Zukunft. Unabhängig von den gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen für einen Sonderurlaub bei einem Todesfall fördert die Gewährung eines solchen Urlaubs auch ein produktives Arbeitsumfeld innerhalb des Betriebes, weil es den Mitarbeitern Zeit gibt, sich von ihren menschlichen Verlusten zu erholen. Der Mitarbeiter erkennt diese Leistung des Unternehmens an und bekommt das Gefühl, dass auch das Management in solch schweren Stunden Anteil nimmt.

Gesetzliche Anspruchsvoraussetzungen im Falle eines Todesfalls

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Die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen für einen Sonderurlaub ist grundsätzlich im BGB geregelt. Der Gesetzgeber spricht in diesem Zusammenhang von einer Befreiung von der Arbeitspflicht mit Entgeltfortzahlungen, die aber nur unter bestimmten Voraussetzungen in Anspruch genommen werden kann. Grundsätzlich kann jeder Arbeitnehmer einen Sonderurlaub beantragen.

Es muss sich allerdings um einen Trauerfall im engeren Familienkreis handeln. Bevor wir tiefer ins Detail gehen, beschränken wir uns zunächst einmal darauf, keine Sonderrechte bestimmter Berufsgruppen zu betrachten. In der Regel bezieht sich der Sonderurlaub bei einem Todesfall de facto allen Arbeitnehmern nur auf den 1. Verwandtschaftsgrad. Davon umfasst ist der Tod des Ehepartners oder das Ableben eines Elternteils. Auch der Tod des eigenen Kindes wäre von dieser gesetzlichen Regelung umfasst. Explizit ausgenommen sind Todesfälle, die innerhalb des 2. Verwandtschaftsgrades (das sind Großeltern und Schwiegereltern) eintreten.

Wie lange gewährt der Gesetzgeber dem Trauernden einen Sonderurlaub?

Ungeachtet dessen, dass die Trauerarbeit natürlich nicht mit dem Sonderurlaub abgeschlossen sein kann, regelt der deutsche Gesetzgeber die Dauer des Sonderurlaubs ganz genau. Die gesetzlichen Grundlagen finden sich vorwiegend im deutschen Urlaubsgesetz sowie im BGB, hier besonders im BGB § 616. Hier muss man aber darauf verweisen, dass einzelne Berufsgruppen davon nicht umfasst sind bzw. auch Sonderrechte und eigene Regelungen haben, die darüber hinaus wirken.

Davon sind vor allem die im öffentlichen Sektor tätigen Personen umfasst. Wir werden darauf noch später etwas näher eingehen. Vorerst beschränken wir uns aber auf die allgemeine Rechtslage. Man muss auch gleich zu Beginn festhalten, dass die Dauer des Sonderurlaubs von unterschiedlichen Faktoren abhängig ist. Man kann also keine generelle Aussage darüber treffen.

Wovon hängt die Länge des Sonderurlaubs ab ?

Faktoren, worauf die Dauer des Sonderurlaubs Einfluss nehmen können, sind zum Beispiel der Verwandtschaftsgrad oder die Länge der Betriebszugehörigkeit. Es klingt auch logisch, dass ein Mitarbeiter bessere Vergünstigungen erhält, wenn er bereits länger im Betrieb tätig ist.

Außerdem nimmt die Rolle der Kulanz des Arbeitgebers eine immer stärkere Gewichtung in der Praxis ein, da Arbeitgeber vermehrt realisieren, dass sie bei einer großzügigen Auslegung des Gesetzes einen höheren Nutzen durch die verstärkte Anteilnahme generieren können. Der Gesetzgeber gibt zwar konkret die Anzahl der Tage vor, allerdings gibt es den Hinweis, dass die Abwesenheit im Betrieb nicht zu lange dauern sollte. Ungeachtet dessen beschreibt der Gesetzgeber aber im § 616 des BGB genaue Angaben hinsichtlich der Dauer der Abwesenheit vom Betrieb.

Hier nennt der Gesetzgeber drei Tage Abwesenheit beim Tod des Ehegatten bzw. Lebensgefährten. Wenn ein Elternteil verstorben ist oder die Abwesenheit durch den Tod eines Kindes begründet wird, dann gewährt der Gesetzgeber der Person eine Abwesenheit von zwei Tagen. Diese gesetzliche Regelung umfasst weiters noch den Tod der Eltern, Schwiegereltern, Geschwister, Pflegekinder oder auch Stiefkinder.

Beim Tod der Großeltern oder wenn die zuvor genannten Angehörigen nicht im gemeinsamen Haushalt leben sollten (zum Beispiel die Kinder), dann reduziert sich die Dauer des Sonderurlaubs auf einen Tag. Hier ist der Gesetzgeber also weniger großzügig und trifft klare Unterscheidungsmerkmale.

Der Gesetzgeber hat diese Regelungen im Rahmen der Sonderbestimmungen zur „Vorübergehenden Verhinderung“ nach § 616 BGB ins Gesetz gegossen. Das Gesetz schreibt vor, dass Arbeitgeber aus besonderen gesundheitlichen und familiären Gründen jedes Jahr zu bestimmten Anlässen bezahlten Urlaub gewähren müssen. Der Gesetzgeber gibt aber weiters eine Richtsetzung zur Verlängerung der Anspruchsvoraussetzungen heraus, die sich nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit richtet.

So kann unter Umständen die Dauer des Sonderurlaubs auch weiter über drei Tage hinaus gehen, wenn der Dienstnehmer schon länger im Betrieb tätig ist (in der Regel mehr als 25 Jahre Betriebszugehörigkeit). Um den Sonderurlaub zu beantragen, braucht es keine sonderliche Genehmigung. Im Prinzip kann die Vorgehensweise mit jener aus dem normalen Regelurlaub verglichen werden. Man reicht also einfach einen Urlaubsantrag in der Personalabteilung ein und erhält ihn dann auch bewilligt.

Unterscheidung des Sonderurlaubs nach Dienstnehmern

Es wurde bereits im Vorfeld darauf verwiesen, dass es für bestimmte Berufsgruppen eigene Regelungen gibt. Die größte Gruppe, für die es eigene Regelungen gibt, sind Beamte des Staates. Für Beamte (davon sind auch Richter erfasst) wurde eine eigene Verordnung erlassen, wo die Dauer des Sonderurlaubs bei einem Trauerfall geregelt ist. Diese Verordnung über Sonderurlaub für Bundesbeamte und Richter im Bundesdienst regelt dabei den Anspruch für diese Berufsgruppe.

Sie sieht vor, dass beim Tod der Ehefrau, des Ehemannes, eines Kindes, eines Elternteils oder des Lebenspartners insgesamt zwei Werktage Anspruch auf Sonderurlaub besteht. Die Verordnung ist als gesetzlicher Teil der Rechtsordnung zu verstehen, wobei hier insbesondere der Tarifvertrag der öffentlichen Bediensteten als Grundlage herangezogen werden muss. § 29 des Tarifvertrages geht hier ebenso auf die Anspruchsgrundlagen für Staatsbedienstete ein und regelt die Dauer des Sonderurlaubs. Auch hier ist von zwei Arbeitstagen die Rede.

Als gesetzliche Grundlage gelten auch Tarif- oder Betriebsverträge. Hier gibt es zum Teil eine noch explizite Regelung die über die gesetzliche Grundlage hinausgeht und somit übergeordnete Gültigkeit entfalten kann.

Exkurs: Lebenspartnerschaft

Dieser Punkt erscheint in diesem Kontext sehr wichtig zu sein, da es insbesondere bei der Inanspruchnahme von Sonderurlaub bei gleichgeschlechtlichen Paaren immer noch zu Unstimmigkeiten im Alltag kommen kann. Im folgenden Teil werden wir uns die Hintergründe und die rechtlichen Rahmenbedingungen (bzw. die Lücken im System) etwas näher ansehen. Im Zuge der Verabschiedung des Lebenspartnerschaftsgesetzes wurde der Lebenspartner dem Grunde nach dem Ehepartner gleichgesetzt.

Man hat sich auf grundsätzliche Rahmenbedingungen geeinigt, die auch aus rechtlicher Sicht eine Gleichstellung umfassen. Davon betroffen ist natürlich nicht nur der Todesfall und die Anspruchsvoraussetzungen im Sinne einer Gleichstellung mit dem Ehepartner, sondern auch andere, vorwiegend zivilrechtliche, Ansprüche, welche in diesem Zusammenhang entstehen können. Man hat die gesetzliche Grundlage aber etwas enger gefasst. Es reicht also nicht so einfach, dass man sich „Lebenspartner“ nennen darf und somit auch die gleichen Anspruchsvoraussetzungen erhält.

Viel wichtiger ist der Umstand, dass eben auf Basis dieser eng gefassten Definition auch die Eintragung der Partnerschaft erfolgen muss. Dies gilt ganz allgemein als Anspruchsvoraussetzung und Gleichschaltung mit dem Anspruch von Ehepartnern. Ehen und eingetragene Lebenspartnerschaften sind dann bei Trauerfällen und dem Anspruch auf Sonderurlaub von gleichen Rechten umfasst. Man hat die Diskussion darauf aufgebaut, dass man über die „Ehe für alle“ im breiten parlamentarischen Umfeld diskutiert hatte und damit auch den homosexuellen Paaren ermöglichen wollte, eine eingetragene Partnerschaft einzugehen.

Somit sollte diesen Paaren auch die gleichen Rechte wie Ehepartnern zugewiesen werden. Natürlich sind solche zivilrechtliche Errungenschaften nicht als isoliert zu betrachten, sondern entfalten einen sehr breiten Wirkungsgrad, der sich letztlich auch rechtlich im Bereich des Sonderurlaubs im Trauerfall manifestiert hat. Allerdings muss man auf vereinzelte Rechtsfälle verweisen, die noch immer Rechtsunsicherheit verlautbaren lässt.

So ist es nicht selbstverständlich, dass ein unverheirateter Dienstnehmer einen Anspruch auf den Sonderurlaub im Trauerfall hat (beim Tod des Partners). Denn es finden sich in der Rechtsliteratur noch immer Fälle, wo über den Anspruch gestritten wird. Die rechtliche Grundlage dafür findet sich in der TVöD (Anmerkung: das ist der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst), wonach ein unverheirateter Dienstnehmer eben keinen Anspruch auf Sonderurlaub im Trauerfall beim Tod des Lebenspartners hat. Obwohl sich die meisten Arbeitgeber als kulant erweisen, dürfte es in der Praxis doch noch zu Streitigkeiten kommen.

Manche Arbeitgeber unterscheiden demnach offenbar noch immer zwischen dem Ehepartner und dem gleichgeschlechtlichen Ehepartner, wobei hier wohl alle rechtlichen Möglichkeiten einer Trickserei benutzt werden, um eine Diskriminierung rechtfertigen zu können. Man darf gespannt sein, ob sich diese rechtliche Lücke in naher Zukunft schließen wird, damit auch hier völlige Rechtssicherheit für Fälle gleichgeschlechtlicher Beziehungen herrschen kann.

Regelung betreffend der Fortsetzung der Entlohnung für Arbeitnehmer

Grundsätzlich lässt sich aus den bereits oben zitierten Gesetzesstellen ableiten, dass während der gesamten Dauer des Sonderurlaubs auch der Anspruch auf normale Fortsetzung der Auszahlung der Entlohnung besteht. Daher werden Arbeitnehmer am Monatsende auch keinen Unterschied hinsichtlich des ausbezahlten Gehalts bzw. Lohns erkennen können. Es besteht somit der gesetzliche Anspruch einer Verpflichtung zur Entgeltfortzahlung.

Im Prinzip beantragen Sie den Sonderurlaub im Trauerfall nicht nur wie einen normalen Urlaubstag, er wird auch in der gleichen Form abgerechnet. Für Sie als Arbeitnehmer hat es finanziell keine Auswirkung. Lediglich in der Statistik werden Sie für bestimmte Berechnungen aufscheinen, aber dies ist nur als solcher Umstand auszuweisen und als unternehmensinterne Abrechnung in diesem Sinne zu beurteilen. Auch der Arbeitsvertrag gibt darüber Aufschluss. Viele Menschen begehen aber den Fehler, dass sie den gesetzlichen Anspruch auf Urlaub mit einem Sonderurlaub verwechseln. Dies ist besonders kritisch, weil für den Arbeitnehmer daraus Rechte entstehen, die wichtig sind. In der Praxis bedeutet dies nämlich, dass der in Anspruch genommene Sonderurlaub zusätzlich zum normalen Urlaub gewährt werden muss.

Er darf also nicht vom Dienstgeber vom normalen Urlaubsanspruch abgezogen werden. Wenn Sie also zum Beispiel aufgrund der Länge Ihrer Betriebszugehörigkeit einen normalen Urlaubsanspruch von 25 Tagen haben, dann wäre im Todesfall nicht ein zweitägiger Anspruch auf Sonderurlaub von Ihrem normalen Urlaub abzuziehen. Dies hat auch rechentechnisch und steuerrechtliche Auswirkungen. Viele Dienstgeber verrechnen sich nämlich bei der Abrechnung im Falle eines späteren Ausscheidens des Dienstnehmers sehr gerne und ziehen den Sonderurlaub dann ganz einfach vom normalen Urlaubsanspruch ab.

Sie sollten dies nur einmal gehört haben, damit Sie auf diesen Punkt achten. Der Anspruch auf Sonderurlaub und die daraus konsumierten Tage werden auch getrennt von den anderen Urlaubstagen aus dem normalen Urlaub auf dem Gehaltszettel (bzw. der EDV-Version davon) ausgewiesen.

Exkurs: Die gesetzliche Regelung in den deutschsprachigen Nachbarländern

Der Vollständigkeit halber sollen auch die gesetzlichen Bedingungen für die Inanspruchnahme für einen Sonderurlaub in Österreich und der Schweiz erfasst werden. Wir können hier aber nur grundlegend auf die gesetzlichen Rahmenbedingungen eingehen, da auch in den Nachbarländern viele verschiedene Sonderregelungen existieren. Dennoch gibt es, wie auch in Deutschland, eine gesetzliche Basisregelungen, die im Zivilrecht festgeschrieben steht. Selbstverständlich gibt es auch für Beamte eine eigene gesetzliche Regelung und eine Rechtsgrundlage auf die wir im folgenden Beitrag eingehen werden.

Die gesetzliche Regelung der Inanspruchnahme im Trauerfall in Österreich

In Österreich ist die gesetzliche Grundlage für die Inanspruchnahme eines Sonderurlaubs bei einem Todesfall im österreichischen ABGB geregelt. Das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch umfasst das gesamte österreichische Zivilrecht und dient als gesetzliche Grundlage für den Urlaubsanspruch. Es gibt aber auch eine Reihe von Nebengesetzen, aus denen sich Ansprüche für den Arbeitnehmer ableiten lassen.

Dazu zählt insbesondere das Angestelltengesetz, wo die Rechte der Arbeitnehmer festgeschrieben wurden. Grundsätzlich lässt sich aus den gesetzlichen Bestimmungen ableiten, dass bei Vorliegen bestimmter persönlicher Dienstverhinderungsgründe auch das vereinbarte Entgelt weiter gezahlt werden muss. Neben einem Todesfall eines nahen Angehörigen sind darunter auch andere Einzelfälle subsumiert. Die Rechte werden aber auf Basis der Verhältnismäßigkeit abgeleitet, wobei der Grund immer persönlich sein muss. Ein Begräbnis von nahen Angehörigen ist jedenfalls so ein Grund.

Es gibt hier hinsichtlich der Dauer keine nennenswerten Abweichungen zu der Regelung in Deutschland. So zum Beispiel besteht beim Tod des Ehegatten bzw. Lebensgefährten und Kindern, die im gemeinsamen Haushalt leben, ein gesetzlich normierter Anspruch auf Sonderurlaub für die Trauertage von drei Werktagen. Allerdings dürfte Österreich keine gesetzlichen Schlupflöcher offen gelassen haben, da sich nur schwer vergleichbare Streitfälle zu oben genannten Sachverhalten finden lassen. Die Rechtsprechung erscheint hier auch zu dürftig zu sein, um ein eigenes Kapital zu diesem Bereich zu eröffnen.

Die Rechte auf Sonderurlaub bei Beamten und im öffentlichen Dienst beschäftigten Personen

So wie in Deutschland auch haben auch in Österreich die Beamten eine gesonderte Regelung für die Inanspruchnahme des Sonderurlaubs bei Dienstverhinderung beim Tod eines nahen Angehörigen erhalten. Die Rechtsgrundlage für diese Dienstgruppe ist vorwiegend im § 74 BDG (Dienstrecht der Beamten – Beamten-Dienstrechtsgesetz) und im § 29b VBG (Dienst- und Besoldungsrecht der Vertragsbediensteten des Bundes – Vertragsbedienstetengesetz 1948 – VBG) verankert. Neben den Trauerfällen gibt es auch in Österreich für Beamten weitere Gründe, aus denen sich ein Sonderanspruch für einen Urlaub ableiten lässt.

Weitere Dienstverhinderungsgründe sind etwa Hochzeiten naher Angehöriger oder eine Übersiedlung. Man sieht aber in Österreich sehr deutlich, dass hier zum Beispiel Beamten bevorzugt behandelt werden. Sollte sich zum Beispiel die Ehegattin in Österreich niederlassen (zum Beispiel durch Zuzug nach Österreich aus dem Ausland), dann steht dem Gatten (das heißt dem Beamten) auch ein Sonderurlaub zu. Nur bei als Hobbys einzustufende Dienstverhinderungen rechtfertigen keinen Anspruch auf Sonderurlaub.

Die Beantragung des Sonderurlaubs

Will ein Beamter einen Sonderurlaub beantragen, dann gibt es in Österreich dazu eine eigene Vorgehensweise. So ist zum Beispiel im § 3 Abs. 1 Z 2 lit. b der Dienstrechtsverfahrensverordnung aus dem Jahre 1981 vorgeschrieben, dass die Genehmigung des Sonderurlaubs durch den Leiter einer Dienststelle vorzunehmen ist. Der Antrag ist also direkt oder auch auf indirektem Wege ihm zu übermitteln und der Leiter der Dienststelle hat auch über den Anspruch zu entscheiden. Allerdings handelt es sich dabei nur um die Einhaltung einer formalen Formvorschrift, da im gegensätzlichen Falle ohnedies von einer Genehmigung auszugehen ist.

Der gesetzliche Anspruch ist ja gegeben. Der Anspruch beim Tod des Ehegatten bzw. der Ehegattin ist im Gesetz mit bis zu drei Arbeitstagen angegeben. Stirbt ein Elternteil, ein Kind (davon umfasst sind auch die Stief-, Wahl- und Pflegekinder) oder ein Teil der Großeltern, dann besteht Anspruch auf Sonderurlaub in Höhe von bis zu zwei Werktagen. Der gleiche Anspruch entsteht beim Tod von anderen Familienangehörigen. Sie müssen allerdings ebenso im gleichen Haushalt leben.

Die gesetzliche Regelung bei einem Todesfall in der Schweiz

Wir wollen im Anschluss nur auf die wichtigsten Regelungen eingehen. Dem Grunde nach haben Angestellte in der Schweiz ebenso das Recht, um persönliche Angelegenheiten zu erledigen. Dabei ist auch der Lohnanspruch rechtlich abgesichert. Die gesetzliche Grundlage ist in der Schweiz primär das dort geltende Arbeitsrecht. Grundsätzlich ist der Ablauf auch in der Schweiz ident mit jenem in Deutschland und in Österreich. Da Rechtsanspruch auf einen Sonderurlaub besteht, muss dieser vom Arbeitnehmer nur beantragt werden.

Die Genehmigung gilt daher als reine Formsache. Das Gesetz gibt keine genaue Dauer für den Anspruch vor. Es geht mit dem Ansatz von „üblichen Stunden und Tagen“ nie konkret auf einen Sachverhalt ein und legt auch die Dauer der Tage nicht so fest wie in Deutschland oder Österreich. Man ist daher in der Praxis dazu übergegangen, diese Regelungen konkret im Arbeitsvertrag mit dem Unternehmen zu regeln. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass die Dauer laut Arbeitsverträgen zwischen einem und drei Tagen liegt. Außerdem gibt der Gesetzgeber aber sehr konkret vor, für welche Gruppen im Todesfall auch der Anspruch auf Sonderurlaub besteht.

Umfasst sind demnach auch nur nahe Angehörige. Diese Gruppe ist der Gruppe in Deutschland oder Österreich vergleichbar. Allerdings ist es zum Teil auch notwendig, sich zu bestimmten Berufsgruppen auch Details in den Tarifverträgen anzusehen. Gerade deshalb, weil das Schweizer Arbeitsrecht keine konkreten gesetzlichen Normen vorschreibt, kann es im Einzelfalls sehr sinnvoll sein, sich dazu zu informieren.

Trauerkarten

Irgendwann im Leben wird jeder von uns mit dem Tod konfrontiert. In den meisten Fällen ist der Tod die friedliche Vollendung eines langen und erfüllten Lebens. Aber ab und zu kommt er auch plötzlich, unerwartet und mit Schrecken und sehr oft beendet er einen schweren Leidensweg bei Krankheit. Ganz gleich auf welche Art und Weise wir uns mit dem Tod und dem Sterben auseinandersetzen müssen – sobald wir ganz persönlich von dem Verlust eines nahe stehenden Menschen betroffen sind, fällt es plötzlich schwer, seine Gefühle in Worte auszudrücken. Trauerkarten können in den unterschiedlichen Aufmachungen erworben werden, wobei die Klappkarte die geläufigste Form ist.

Bei Verstorbenen, die keiner Religion angehörten, sollte man auf der Trauerkarte keine religiösen Symbole verwenden und auch biblische Trauersprüche wären eher ungeeignet. Um das persönliche Mitgefühl zu bekunden, empfiehlt sich das Schreiben einer Trauerkarte per Hand, denn viele Menschen finden einen am Computer geschriebenen Text unpersönlich. Ein Füllfederhalter schreibt stilvoller als ein Kugelschreiber und ist dem Anlass angemessen.

Beileid aussprechen mit einer Trauerkarte

 

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In einem Todesfall kann das eigene Beileid am Telefon oder auch in Form eines persönlichen Beileidbesuches bei den Angehörigen bekundet werden. Wie man Kontakt mit den Hinterbliebenen aufnimmt, sollte gut überlegt werden, da sie meist emotional stark belastet sind und die Trauer verkraften müssen. Eine Beileidskarte hat bei Trauernden die größte Akzeptanz, da sie das persönliche Mitgefühl für den Verlust eines geliebten Menschen ausdrücken kann, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Angehörigen hilft persönlicher Zuspruch, um besser mit dem Verlust und den Umständen zurechtzukommen. Mit der Trauerkarte wird nicht nur das persönliche Mitgefühl und Beileid mitgeteilt, sondern sie gibt dem Empfänger auch das Gefühl, dass er in diesem Lebensabschnitt nicht alleine ist. Für einen Text werden in den Karten sehr oft stilvolle Trauersprüche, tröstende Worte oder auch Trauergedichte verwendet.

eine Trauerkarte sollte persönlich geschrieben sein

Eine Trauerkarte sollte stets persönlich mit den eigenen Gedanken formuliert werden, den Verstorbenen würdigen und an ihn erinnern.
Anteilnahme und Mitgefühl sind die wichtigsten Essenzen, die eine Trauerkarte überbringen sollte. Dafür gibt es die vielen Sprüche, Zitate oder Trauergedichte. In vielen Fällen wird auch dezent dem Trauernden auch persönliche Hilfestellung angeboten. Die Reaktionen in einem Trauerfall sind jedoch sehr unterschiedlich und es darf nicht der Eindruck von Aufdringlichkeit entstehen. Viele Hinterbliebene suchen Ruhe, möchten alleine trauern, andere wiederum wünschen sich Gesellschaft von Freunden oder Verwandten.

Mögliche Formulierungen für eine Trauerkarte:

  • Ich versichere dir mein tiefes Mitgefühl.
  • Mein Mitgefühl gehört dir und deinen Lieben.
  • Wir möchten dir unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere Anteilnahme übermitteln. Solltest du in diesen Tagen Hilfe benötigen, so kannst du dich zu jeder Zeit auf uns verlassen.
  • Tröstlich ist, dass … nicht leiden musste. Nach einem langen und erfüllten Leben sanft einschlafen zu dürfen, ist eine Gnade.
  • Niemand kann den Schmerz lindern, den du empfindest. Alles was ich tun kann, ist mit dir zu fühlen und in Gedanken in dieser schweren Zeit bei dir zu sein.
  • Möge die Erinnerung an das gemeinsame Schöne helfen, die Trauer zu überwinden.
  • Ich weiß, dass in diesen Momenten, nichts die Schmerzen aus deinem Herzen nehmen kann. Doch ich möchte, dass du weißt, dass ich in Gedanken bei dir bin.

Üblicherweise wird eine Beileidskarte unmittelbar nach Bekanntwerden des Todesfalls versendet. Selbstverständlich ist eine Versendung auch möglich, wenn die Beisetzung bereits stattgefunden hat. Dies könnte der Fall sein, wenn man nicht persönlich an der Trauerfeier teilnehmen konnte. Eine Trauerkarte zu versenden, ist auch dann angebracht, wenn der Verstorbene kein enger Freund oder Verwandter war.

Einladen mit einer Trauerkarte

Eine Trauerkarte wird auch als Information bezüglich eines Todesfalls sowie als Einladung zu einer Trauerfeier benutzt. Auf der Karte steht der Name des Verstorbenen. Auf der anderen wann er geboren wurde und wann er gestorben ist. Als Einladung müssen zusätzlich der Tag der Beerdigung sowie der Ort der Trauerfeier angegeben sein. Zu einem anschließenden Beisammensein (Leichenschmaus) kann an dieser Stelle ebenso eingeladen werden.

Auch bei dieser Art der Trauerkarte wird üblicherweise ein Trauerspruch verwendet, der den Angehörigen bei der Bewältigung ihrer Emotionen hilft und der eigenen Trauer Ausdruck verleiht. Der Trauerspruch kann das Zitat eines Literaten oder einer Person des öffentlichen Lebens oder auch eine Passage aus der Bibel sein. Auch die Formulierung eines persönlichen Trauerspruchs ist möglich.

Ein Trauerspruch auf der Einladung zur Beisetzung spielt bei der Bewältigung eines Trauerfalls eine wichtige Rolle, da die emotionale Belastung der Angehörigen oft sehr stark ist und erst allmählich bewältigt werden kann. Deshalb ist ein Trauerspruch eine gute Hilfe bei der Trauerbewältigung. Er drückt den Schmerz aus die Hinterbliebenen empfinden, spendet Trost oder macht Hoffnung.

Mögliche Formulierungen für eine Trauerkarte

  • …und wir glaubten, wir hätten noch so viel Zeit.
  • Aus dem lieben Kreis geschieden, aus dem Herzen aber nie. Weinet nicht, sie/er ruht in Frieden, doch sie/er starb zu früh.
  • Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen müssen.
  • Der Kampf des Lebens ist zu Ende, vorbei ist aller Erdenschmerz. Es ruhen nun die fleißigen Hände und stille steht ein liebes Herz. Ruhe sanft und schlaf‘ in Frieden, hab‘ tausend Dank für deine Müh‘. Wenn du auch bist von uns geschieden, in unseren Herzen stirbst du nie.
  • Die Spuren deiner Worte., die Spuren deiner Umarmung, die Spuren deines Lachens. Niemand kann sie auslöschen.

Sterbebilder auf der Trauerkarte

Trauerkarten bieten neben dem Schreiben von Texten oder Trauersprüchen auch häufig die Möglichkeit, ein besonders schönes Foto des Verstorbenen mit einzufügen. Durch das Einbringen eines Fotos wird der schmerzliche Verlust greifbar und es vermittelt die Stille des Moments.

Sterbebilder als Ergänzung der Trauerkarte erzeugen beim Betrachter das Gefühl, dem Verstorbenen noch einmal in das vertraut-bekannte Gesicht blicken zu können. Dank dieser Möglichkeit kann sich jeder Trauernde den verlorenen Menschen immer und zu jeder Zeit ins Gedächtnis rufen. So helfen Sterbebilder zum einen den trauernden Angehörigen, die ein Foto auswählen und zum anderen auch den Empfängern bei der Trauerbewältigung.