Trauerkarten

Irgendwann im Leben wird jeder von uns mit dem Tod konfrontiert. In den meisten Fällen ist der Tod die friedliche Vollendung eines langen und erfüllten Lebens. Aber ab und zu kommt er auch plötzlich, unerwartet und mit Schrecken und sehr oft beendet er einen schweren Leidensweg bei Krankheit. Ganz gleich auf welche Art und Weise wir uns mit dem Tod und dem Sterben auseinandersetzen müssen – sobald wir ganz persönlich von dem Verlust eines nahe stehenden Menschen betroffen sind, fällt es plötzlich schwer, seine Gefühle in Worte auszudrücken. Trauerkarten können in den unterschiedlichen Aufmachungen erworben werden, wobei die Klappkarte die geläufigste Form ist.

Bei Verstorbenen, die keiner Religion angehörten, sollte man auf der Trauerkarte keine religiösen Symbole verwenden und auch biblische Trauersprüche wären eher ungeeignet. Um das persönliche Mitgefühl zu bekunden, empfiehlt sich das Schreiben einer Trauerkarte per Hand, denn viele Menschen finden einen am Computer geschriebenen Text unpersönlich. Ein Füllfederhalter schreibt stilvoller als ein Kugelschreiber und ist dem Anlass angemessen.

Beileid aussprechen mit einer Trauerkarte

 

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In einem Todesfall kann das eigene Beileid am Telefon oder auch in Form eines persönlichen Beileidbesuches bei den Angehörigen bekundet werden. Wie man Kontakt mit den Hinterbliebenen aufnimmt, sollte gut überlegt werden, da sie meist emotional stark belastet sind und die Trauer verkraften müssen. Eine Beileidskarte hat bei Trauernden die größte Akzeptanz, da sie das persönliche Mitgefühl für den Verlust eines geliebten Menschen ausdrücken kann, ohne dabei aufdringlich zu wirken.

Angehörigen hilft persönlicher Zuspruch, um besser mit dem Verlust und den Umständen zurechtzukommen. Mit der Trauerkarte wird nicht nur das persönliche Mitgefühl und Beileid mitgeteilt, sondern sie gibt dem Empfänger auch das Gefühl, dass er in diesem Lebensabschnitt nicht alleine ist. Für einen Text werden in den Karten sehr oft stilvolle Trauersprüche, tröstende Worte oder auch Trauergedichte verwendet.

eine Trauerkarte sollte persönlich geschrieben sein

Eine Trauerkarte sollte stets persönlich mit den eigenen Gedanken formuliert werden, den Verstorbenen würdigen und an ihn erinnern.
Anteilnahme und Mitgefühl sind die wichtigsten Essenzen, die eine Trauerkarte überbringen sollte. Dafür gibt es die vielen Sprüche, Zitate oder Trauergedichte. In vielen Fällen wird auch dezent dem Trauernden auch persönliche Hilfestellung angeboten. Die Reaktionen in einem Trauerfall sind jedoch sehr unterschiedlich und es darf nicht der Eindruck von Aufdringlichkeit entstehen. Viele Hinterbliebene suchen Ruhe, möchten alleine trauern, andere wiederum wünschen sich Gesellschaft von Freunden oder Verwandten.

Mögliche Formulierungen für eine Trauerkarte:

  • Ich versichere dir mein tiefes Mitgefühl.
  • Mein Mitgefühl gehört dir und deinen Lieben.
  • Wir möchten dir unser aufrichtiges Mitgefühl und unsere Anteilnahme übermitteln. Solltest du in diesen Tagen Hilfe benötigen, so kannst du dich zu jeder Zeit auf uns verlassen.
  • Tröstlich ist, dass … nicht leiden musste. Nach einem langen und erfüllten Leben sanft einschlafen zu dürfen, ist eine Gnade.
  • Niemand kann den Schmerz lindern, den du empfindest. Alles was ich tun kann, ist mit dir zu fühlen und in Gedanken in dieser schweren Zeit bei dir zu sein.
  • Möge die Erinnerung an das gemeinsame Schöne helfen, die Trauer zu überwinden.
  • Ich weiß, dass in diesen Momenten, nichts die Schmerzen aus deinem Herzen nehmen kann. Doch ich möchte, dass du weißt, dass ich in Gedanken bei dir bin.

Üblicherweise wird eine Beileidskarte unmittelbar nach Bekanntwerden des Todesfalls versendet. Selbstverständlich ist eine Versendung auch möglich, wenn die Beisetzung bereits stattgefunden hat. Dies könnte der Fall sein, wenn man nicht persönlich an der Trauerfeier teilnehmen konnte. Eine Trauerkarte zu versenden, ist auch dann angebracht, wenn der Verstorbene kein enger Freund oder Verwandter war.

Einladen mit einer Trauerkarte

Eine Trauerkarte wird auch als Information bezüglich eines Todesfalls sowie als Einladung zu einer Trauerfeier benutzt. Auf der Karte steht der Name des Verstorbenen. Auf der anderen wann er geboren wurde und wann er gestorben ist. Als Einladung müssen zusätzlich der Tag der Beerdigung sowie der Ort der Trauerfeier angegeben sein. Zu einem anschließenden Beisammensein (Leichenschmaus) kann an dieser Stelle ebenso eingeladen werden.

Auch bei dieser Art der Trauerkarte wird üblicherweise ein Trauerspruch verwendet, der den Angehörigen bei der Bewältigung ihrer Emotionen hilft und der eigenen Trauer Ausdruck verleiht. Der Trauerspruch kann das Zitat eines Literaten oder einer Person des öffentlichen Lebens oder auch eine Passage aus der Bibel sein. Auch die Formulierung eines persönlichen Trauerspruchs ist möglich.

Ein Trauerspruch auf der Einladung zur Beisetzung spielt bei der Bewältigung eines Trauerfalls eine wichtige Rolle, da die emotionale Belastung der Angehörigen oft sehr stark ist und erst allmählich bewältigt werden kann. Deshalb ist ein Trauerspruch eine gute Hilfe bei der Trauerbewältigung. Er drückt den Schmerz aus die Hinterbliebenen empfinden, spendet Trost oder macht Hoffnung.

Mögliche Formulierungen für eine Trauerkarte

  • …und wir glaubten, wir hätten noch so viel Zeit.
  • Aus dem lieben Kreis geschieden, aus dem Herzen aber nie. Weinet nicht, sie/er ruht in Frieden, doch sie/er starb zu früh.
  • Das einzig Wichtige im Leben sind die Spuren der Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir gehen müssen.
  • Der Kampf des Lebens ist zu Ende, vorbei ist aller Erdenschmerz. Es ruhen nun die fleißigen Hände und stille steht ein liebes Herz. Ruhe sanft und schlaf‘ in Frieden, hab‘ tausend Dank für deine Müh‘. Wenn du auch bist von uns geschieden, in unseren Herzen stirbst du nie.
  • Die Spuren deiner Worte., die Spuren deiner Umarmung, die Spuren deines Lachens. Niemand kann sie auslöschen.

Sterbebilder auf der Trauerkarte

Trauerkarten bieten neben dem Schreiben von Texten oder Trauersprüchen auch häufig die Möglichkeit, ein besonders schönes Foto des Verstorbenen mit einzufügen. Durch das Einbringen eines Fotos wird der schmerzliche Verlust greifbar und es vermittelt die Stille des Moments.

Sterbebilder als Ergänzung der Trauerkarte erzeugen beim Betrachter das Gefühl, dem Verstorbenen noch einmal in das vertraut-bekannte Gesicht blicken zu können. Dank dieser Möglichkeit kann sich jeder Trauernde den verlorenen Menschen immer und zu jeder Zeit ins Gedächtnis rufen. So helfen Sterbebilder zum einen den trauernden Angehörigen, die ein Foto auswählen und zum anderen auch den Empfängern bei der Trauerbewältigung.

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