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Baumbestattung: Informationen und Ablauf in Deutschland

Was versteht man unter einer Baumbestattung?

Baumbestattungen zählen zu der Klasse der Naturbestattungen. Die Baumbestattung zählt auch zu den häufigsten gewählten Formen der Naturbestattung. Neben der Baumbestattung zählen auch andere Formen zur Kategorie der Naturbestattung auf die wir im Anschluss noch kurz eingehen werden.

Die Baumbestattung setzt eine Einäscherung des Verstorbenen voraus. Es kommt zu einer Urnenbeisetzung, wobei die Asche des Verstorbenen in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt wird. Es besteht grundsätzlich auch Wahlfreiheit zwischen einer anonymen Bestattung und einer Baumbestattung mit Namensnennung. Wählt man die Namensnennung, dann wird am Baumstamm eine kleine Plakette mit dem Namen des Verstorbenen angebracht. Im Bereich der Wurzel des Baumes wird die Urne bestattet. In einem Waldfriedhof sind in der Regel auch keine großen Grabsteine oder eine überdimensionale Grabgestaltung erlaubt. Selbst das Anlegen von Blumenschmuck an der Grabstelle ist meist nicht erlaubt.

Abgrenzung zu anderen Formen der Naturbestattung

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Die wichtigsten Formen sind die Seebestattung, die Wiesenbestattung oder auch die Felsbestattung. Im Vergleich zu der klassischen Form der Erdbestattung auf Friedhöfen ergeben sich zahlreiche Vorteile bei der Verwendung der Naturbestattung. Diese Vorteile lassen sich auch auf alle Arten der Naturbestattung umlegen. Erstens ist die Grabstätte langfristig abgesichert und zweitens entstehen für die Angehörigen keine laufenden Kosten für die Pflege eines Grabes.

Dies ist insbesondere unter dem Blickwinkel zu betrachten, dass der Gesetzgeber nur einen Anspruch auf ein Grab für eine Dauer von 20 Jahre gewährt. Über diesen Zeitrahmen hinaus besteht kein gesetzlicher Anspruch auf die Friedhofsruhe. Dies kann als weiterer Vorteil einer Baumbestattung gewertet werden, denn der Verstorbene kann dort de facto ewig ruhen. In Deutschland gibt es zwar grundsätzlich den Friedhofszwang, die Gesetze wurden aber in den letzten Jahren weitgehend gelockert, sodass heute auch alternative Formen der Bestattung (wie unter anderem auch unterschiedliche Arten der Naturbestattung) möglich sind.

Vorteile der Baumbestattung

Neben der bereits weiter oben beschriebenen Möglichkeit der ewigen Totenruhe gibt es auch noch weitere Vorteile, die für die Wahl einer Baumbestattung sprechen. Vorteile dieser naturnahen Bestattungen sind, dass für Sie als Angehörige keine laufenden Kosten für die Grabpflege entstehen und dass die Grabstätte langfristig gesichert ist. Die Beisetzung in der Natur setzt eine Feuerbestattung, also eine Kremierung des Verstorbenen voraus. Eine Bestattungsverfügung, in welcher der Wille zu der Bestattungsart deutlich gemacht wird, ist für alle Formen der Naturbestattung sinnvoll.

Alternative Formen der Baumbestattung

Im Bereich der Baumbestattung haben sich in den letzten Jahren verschiedene Formen herausgebildet. Diese Entwicklung lässt daher auch zu, den Begriff des Waldfriedhofs weiter als ursprünglich angedacht, zu erfassen. Innerhalb des örtlich zugänglichen Bereichs des Waldfriedhofs wurden bestimmte Naturelemente eingebaut. Dazu zählen vor allem die Ruhebiotope, wo die Bestattung der Urne nicht mehr an der Wurzel eines Baumes erfolgt, sondern zum Beispiel an einer Lichtung mit Strauchwuchs.

Es werden optisch besonders markante Stellen innerhalb des Waldfriedhofs auserkoren, um den Verstorbenen in der Urne zur Ruhe zu betten. Sehr beliebt sind auch Felsvorsprünge. In einem solchen Ruhebiotop können einzelne Urnen beigesetzt werden oder es kann auch als Ort der Ruhe für die gesamte Familie genutzt werden.

Eine alternative Form der Naturbestattung ist die Almwiesenbestattung. Aufgrund des in Deutschland geltenden Friedhofszwangs ist sie aber in Deutschland nicht erlaubt. Es ist aber möglich, auf das Angebot in der Schweiz zurückzugreifen. Speziell zu diesem Zweck vorgesehene Wiesen werden für diese Form der Naturbestattung in der Schweiz angeboten. Der Ablauf ist vergleichbar mit jenem bei einer Baumbestattung. Generell wird eine Trauerfeier organisiert. Es darf jedoch kein Grabstein oder Grabkreuz aufgestellt werden. Die Almwiesenbestattung ist nur in sehr entlegenen Gegenden in der Schweiz gestattet, weshalb es Angehörigen in der Regel auch sehr schwerfällt, die Grabstelle regelmäßig zu besuchen.

Ebenfalls in einem abgesteckten Bereich werden Verstorbene bzw. die Urne des Verstorbenen in einer Felsbestattung zur letzten Ruhe gebettet. Die Vorgaben hinsichtlich der Einäscherung sind praktisch gleich wie bei einer normalen Naturbestattung. Bei der Felsbestattung wird die Urne an einer anonymen Stelle bei einem Felsvorsprung innerhalb eines Waldfriedhofs oder in frei zugänglichem Gebiet unter Aufsicht bestattet. Im Gegensatz zur Baumbestattung besteht bei der Felsbestattung keine Möglichkeit, ein Namensschild anzubringen. Dies ergibt sich schon aus dem Angebot heraus, denn nach der Kremation wird die Asche des Verstorbenen entweder direkt in einem Felsengebiet verstreut oder unter einem Felsvorsprung beigesetzt.

Ablauf einer Baumbestattung

Die Baumbestattung beginnt meist mit einer kurzen Trauerfeier, die auf maximal eine Stunde angesetzt ist. Bei der Gestaltung der Trauerfeier gibt es keinerlei Zwänge. Es kann ein eher stiller Ablauf der Trauerfeier gewählt werden oder auch klassische Ansprachen in Form von Gebeten der Trauergäste oder eines Pfarrers vorgetragen werden. Es können auch eigene Gedichte aufgesetzt werden, die dann vorgetragen werden. Die Gestaltung der Trauerfeierlichkeiten kann frei gewählt werden.

Gestattet wird auch eine musikalische Begleitung der Trauerfeierlichkeiten. Meist wird der Bestatter bei der Organisation eines Musikers oder einer Kapelle behilflich. Das Konzept einer Baumbestattung ist eher schlicht gewählt und soll den eigentlichen Zweck widerspiegeln. Dies zeigt sich auch anhand der eher schlichten Dekoration der Grabstelle. Es besteht jedoch die Möglichkeit, an der Grabstelle Symbole anzubringen oder Fotos aufzustellen.

Man versucht aber, die Natürlichkeit des Waldes zu nutzen und nicht zu stören. Es ist bei manchen Trauerfeiern üblich, dass die Urne selbst zur Grabstelle getragen wird. Dies ist aber ein Wahlrecht. Selbstverständlich können sich die Angehörigen auch kurzfristig anderweitig entscheiden, wenn die psychische Last für die Angehörigen zu schwer wird. Ein Förster, der für die Beisetzung verantwortlich ist, begleitet ohnedies den Trauerzug.

Die Kosten einer Baumbestattung

Bei dieser Bestattung wird die Asche in eine biologisch abbaubare Urne eingebracht und in bestimmten Waldabschnitten nahe den Wurzeln eines Baumes begraben. Sie können wählen zwischen einem anonymen Grab oder einem markierten Grab. In Anbetracht von Kränzen, Grabsteinen oder Kreuzen ist es nicht erlaubt, eine kleine Tafel mit dem Namen des Verstorbenen am Stamm des Baumes zu befestigen.

Die Baumbestattung kostet ja nach gewählter Form der Beerdigung zwischen EUR 2.000 und EUR 10.000. Die Grundgebühr beträgt nur einen Bruchteil dessen und liegt bei mehreren Hundert Euro. Wird jedoch für die Baumbestattung ein spezieller Wunschbaum gewählt, dann kann sich die Grundgebühr nochmals erhöhen. Dieser Baum kann dann zum Beispiel die Rolle eines traditionell üblichen Familiengrabes wie bei einer Erdbestattung übernehmen.

Er wird dann mit Verstorbenen aus der Familie und Freunden geteilt. Man kann davon ausgehen, dass ein öffentlicher Baum die günstigste Variante bei einer Baumbestattung darstellt. Die Kosten liegen je nach Waldfriedhof zwischen EUR 500 und etwa EUR 1.500. Ein „Familienbaum“ kostet im Vergleich dazu in der Regel zwischen EUR 2.000 und knapp EUR 7.000. Die Kosten werden auf Wunsch auch aufgesplittet. Dadurch kann auch zwischen den einzelnen angebotenen Paketen bei dem Bestattungsunternehmen gewählt werden.

Ein durch den Betreiber des Waldfriedhofs zugewiesener Grabplatz am Gemeinschaftsbaum kostet knapp EUR 1.000. Inkludiert in diesem Preis ist in der Regel ein Nutzungsrecht von bis zu 25 Jahren. Wollen die Angehörigen (oder der Verstorbene aufgrund einer letztwilligen Verfügung) einen speziell auswählbaren Grabplatz am Gemeinschaftsbaum haben, dann müssen dafür höhere Kosten angesetzt werden. Die Kosten können hier bei bis zu EUR 1.600 liegen.

Ebenso im Angebot befindet sich sehr oft die Möglichkeit der Auswahl eines Partnerbaums, wobei hier mit Kosten von bis zu EUR 3.000 zu rechnen ist. Die Auswahl eines Familienbaums (der in der Regel bis zu zehn Plätze inkludiert) weist einen Kostenrahmen von etwa EUR 3.000 bis zu EUR 7.000 aus. Die Nutzung eines Waldgrabes kann aber in der Regel auf eine Zeitdauer von bis zu 99 Jahren ausgedehnt werden.

Diamantbestattung: Informationen und Ablauf in Deutschland 

Diamantbestattungen oder Erinnerungsdiamanten an den Verstorbenen

Traditionell war Deutschland in Bezug auf die Einäscherung und Urnenbestattungen eines der Länder in Europa mit den schärfsten Gesetzen. Dies ergibt sich indirekt schon aus den in den deutschen Landesgesetzen zu Bestattungsregelungen verankerten Friedhofszwang, wonach Bestattungen grundsätzlich auf dem Friedhof zu erfolgen haben. Da die Erdbestattung in Deutschland über Jahrzehnte hinweg die beliebteste Bestattungsform darstellte, gab es aber dadurch auch keinen bewussten Drang aus der Gesellschaft, eine flexiblere Haltung an den Tag zu legen. Die Urnenbestattung hat aber in den letzten Jahrzehnten sukzessive an Beliebtheit bei den Deutschen gewonnen. Wohl aus deshalb informieren sich die Deutschen über alternative Bestattungsformen, wie zum Beispiel die Diamantbestattung.

Ein weiterer Grund dürfte darin liegen, da Deutschland dafür bekannt ist, die strengsten Regelungen im Bestattungswesen zu haben. In anderen Ländern geht man mit alternativen Bestattungsformen durchaus offener um. In den meisten deutschen Staaten ist es illegal, außerhalb des Friedhofs und kurzfristig im Krematorium Asche zu lagern und langfristig an einem anderen Ort als dem Friedhof aufzubewahren. Da die Kompetenz in Bestattungsangelegenheit in Deutschland weitgehend Ländersache ist, kam es in den letzten Jahren aber dennoch zu Lockerungen.

Wie sehen die Deutschen alternative Bestattungsformen?

 

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Günstig für alternative Bestattungsformen und -orte wirkt sich zudem aus, dass sich die Einstellung der Deutschen laut einer aktuellen Umfrage in der jüngsten Vergangenheit verändert hat. Dies betrifft insbesondere die Wahlfreiheit. Vor allem scheinen die Deutschen dem noch immer weitgehend geltenden, wenn auch nicht mehr so streng praktizierten, Friedhofszwang kritisch gegenüberzustehen. Man zeigt sich zwar lockerer was den Friedhofszwang betrifft, gibt aber dennoch zu, dass man sich bei zu lockerer Auslegung des Gesetzes doch unwohl fühlen würde.

So würde man zum Beispiel einem Begräbnis auf einem privaten Nachbargrundstück nicht zustimmen. Die meisten Deutschen fühlen sich auch nicht wohl, neben einem Friedhof leben zu müssen. Dennoch geben nach jüngsten Befragungen annähernd 80 Prozent der Deutschen zu, sich nicht unwohl zu fühlen, wenn ihr Nachbar eine Urne zu Hause oder im Garten vergraben hätte. Dieses lang gehegte Tabu scheint schnell zu verschwinden, denn vor etwa 20 Jahren gaben etwa nur die Hälfte der Befragten an, dass es ihnen in der unmittelbaren Nähe „eines Verstorbenen“ (wenn auch nur in der Form einer Urne) gut gehen würde.

Es sind leider keine konkreten Untersuchungsergebnisse zur Haltung deutscher Staatsbürger betreffend Diamantbestattungen vorhanden, allerdings darf man angesichts dieser Untersuchungsergebnisse davon ausgehen, dass die Deutschen dieser Bestattungsform durchaus aufgeschlossen gegenüberstehen würden. Wir verwenden hier bewusst den Begriff „würden“, da Sie den Diamantring in Deutschland nicht anfertigen lassen können. Allerdings schreibt kein Gesetz in Deutschland vor, den Diamantring nicht tragen zu dürfen. Es ist eine rechtlich geduldete Regelung, auf die wir nachfolgend kurz eingehen wollen.

Die rechtliche Situation für Diamantbestattungen

Wie bereits geschrieben wurde, ist das Bestattungswesen in Deutschland zum großen Teil der Kompetenz der Länder unterlegen. Die Herstellung von Erinnerungsdiamanten ist in Deutschland illegal und wird daher nur von Bestattungsunternehmen mit Verbindungen in der Schweiz oder Holland angeboten. Dies ergibt sich aus der noch immer sehr strengen Auslegung des in Deutschland geltenden Friedhofszwangs (Friedhofspflicht). Selbst im Bundesland Bremen, wo man auf Landesebene die Lockerung der Friedhofspflicht stark vorangetrieben hatte, ist eine Diamantbestattung nicht möglich.

Bremen hat sich zwar explizit dazu entschlossen, eine Lockerung im Bestattungswesen zu gewähren, beschränkt sich dabei aber bei der Urnenbestattung zum Beispiel auf private Grundstücke unter bestimmten Auflagen. Man spricht sich selbst im „liberalen“ Bremen gegen eine Diamantbestattung aus. Aus diesem Grund muss die Urne zur Anfertigung des Diamantrings in das Ausland überführt werden. In Bremen ist man allerdings hinsichtlich einer alternativen Form der Bestattung nach der Einäscherung schon offener eingestellt.

Dies betrifft zum Beispiel die Baumbestattung. Die Fertigung ist in benachbarten Ländern (zum Beispiel in Österreich, den Niederlanden oder in der Schweiz) rechtlich unproblematisch. Es gibt in Deutschland Bestattungsunternehmen, welche für Kunden sowohl den Transport der Asche des Verstorbenen ins Ausland wie auch die Anfertigung des Diamantringes als Auftragsarbeit übernehmen und bei einem Partnerunternehmen veranlassen. Dafür wird ein Teil der Asche in das benachbarte Ausland zu einem Partnerunternehmen versendet, welches die Anfertigung des Diamantringes übernimmt.

Anfertigung eines Diamanten bei einer Diamantbestattung

Aber anstatt die Asche eines geliebten Menschen in einer Urne aufzubewahren oder im Rahmen einer Seebestattung auf den Meeresgrund zu betten, lassen immer mehr Hinterbliebene einen Diamantring anfertigen. Bei dieser Bestattungsform wird die Asche in den Diamanten geschmiedet. Auf diese Weise werden geliebte Verstorbene nach der Einäscherung zu Funkelnden blauen Diamanten geschmiedet. Dies ist möglich, weil Kohlenstoff das zweithäufigste atomare Element im menschlichen Körper ist und Diamanten aus kristallisiertem Kohlenstoff bestehen. Die Forscher haben in den letzten Jahren auch die Möglichkeiten verbessert, Diamanten im Labor zu züchten. Die Auswahl der Anbieter ist allerdings noch immer beschränkt.

Entscheidet man sich für eine Diamantbestattung, dann ist dies schon im Vorfeld mit dem Bestattungsunternehmen zu kommunizieren. Eine Diamantbestattung macht einen alternativen Kremationsprozess erforderlich. Ohne allzu tief auf die Details einzugehen, unterscheidet sich der Kremationsprozess vor allem hinsichtlich der dabei verwendeten Temperaturen. Die Temperaturen bleiben niedriger.

Dieser Schritt ist notwendig, weil dadurch ein erhöhtes Maß an Kohlenstoff zurückbleibt. In einem weiteren Verfahren wird der Kohlenstoff von der restlichen Asche getrennt und presst daraus unter hohem Druck den synthetischen Diamanten. Sie müssen sich aber bis zur finalen Endfertigung des Diamanten Monate gedulden, denn das Verfahren braucht sehr lange, weil sich der Kohlenstoff nur langsam in Kristalle umwandeln kann. So kann ein schöner Rohdiamant mit der gewünschten Form entstehen.

Kritik an der Diamantbestattung

Viele Unternehmen stehen diesem Modell auch aus ethischen Überlegungen noch skeptisch gegenüber. Man fürchtet auch einen Imageverlust und schließt daher die Produktion von solchen Anfertigungen aus. Dieser Auffassung schließt sich auch die „International Cremation Federation (ICF)“ an und meint, dass die Anfertigung von Erinnerungsstücken in Diamantform zum Zwecke der Diamantbestattung unethisch sei. Sie begründet diesen Schritt damit, dass „die Asche einer Person grundsätzlich unteilbar ist.“ Eine ähnliche Position vertreten auch die Interessensverbände in Deutschland (zum Beispiel der Bundesverband Deutscher Bestatter), die sich generell gegen eine gewerbliche Nutzung von Produkten oder Rückständen der Kremation stellen.

Ablauf und Kosten einer Diamantbestattung

Ein Teil der Asche wird hohen Temperaturen und Drücken ausgesetzt, um Diamanten zu erzeugen. Streng genommen handelt es sich bei der Diamantbestattung um keine gesonderte Form der Bestattung. Sie kann der Urnenbestattung hinzugerechnet werden. Es ist in Deutschland auch nicht zugelassen, die ganze Asche zu einem Diamanten pressen zu lassen. Selbst wenn die Anfertigung nicht in Deutschland erfolgen sollte, dann können Sie nur einen Teil der Asche nach der Kremation der Diamantbestattung zukommen lassen. Daraus ergibt sich zwangsläufig auch ein besonderer Ablauf bei dieser Bestattungsform.

Nach der Teilentnahme der für die Diamantbestattung erforderlichen Asche wird der verbliebene Rest der Asche dem örtlich zuständigen Bestattungsinstitut überstellt. In Deutschland erfolgt dann die Beisetzung der Restasche nach Vorgabe der in Deutschland geltenden Gesetze und Bestimmungen. Die billigste Variante ist jene mit einem 0,4 Karat besetzten Diamanten.

Die Kosten liegen zwischen EUR 4.000 und EUR 6.000. Wird die Diamantbestattung zum Beispiel in Form eines einzelnen Karatdiamanten angefertigt, dann müssen Kunden schon mit einem Preis von über EUR 10.000 rechnen. Es wird nicht viel von der Asche für die Anfertigung des Diamanten verwendet, sodass Sie die restliche Asche noch für eine andere Form der Beerdigung (zum Beispiel eine klassische Urnenbestattung) verwenden können.

Was kostet eine Feuerbestattung in Deutschland ?

Die Frage, die sich jeder Mensch stellen muss ist jene, wie man sich selbst in der Ewigkeit nach dem eigenen Tod sehen möchte. Dies hängt von vielen Elementen ab, die unsere Entscheidung beeinflussen werden. Dazu gehört zum Beispiel der Gesetzgeber, die religiöse Überzeugung oder auch der Kostenfaktor. Es gibt neben der immer noch vorherrschenden Erdbestattung in Deutschland auch zahlreiche Alternativen zu dieser Bestattungsform. Insbesondere die Feuerbestattung nimmt einen sehr hohen Stellenwert ein.

Was ist eine Feuerbestattung

Bei einer Feuerbestattung wird der Verstorbene in einem speziellen Krematorium verbrannt. Die Feuerbestattung inkludiert aber auch die anschließende Bestattung der Asche. Man spricht hier auch sehr gerne von einer Kremierung oder Einäscherung und meint gleichzeitig die Feuerbestattung. Im Prinzip unterteilt sich der Prozess hier in zwei Schritte.

Die Einäscherung wird im Krematorium durchgeführt und dort auch wird die Asche in eine Aschekapsel überführt. Diese Aschekapsel wird dann auch noch im Krematorium in eine Urne überführt. Erst mit der Bestattung der Urne ist auch die Feuerbestattung zu Ende. Insbesondere bei dieser Urnenbestattung gibt es genaue Vorschriften, wie diese zu erfolgen hat. Gerade die Urnenbestattung wirkt sich daher auch auf die Kosten aus. Sehr oft werden aber auch Pauschalpreise verrechnet, wobei der Preis für die Einäscherung aber getrennt aufgeschlüsselt ist. Bei der Feuerbestattung (also zunächst der Einäscherung) wird der Verstorbene bei sehr hohen Temperaturen verbrannt, bis nur noch brüchige, verkalkte Knochen übrig sind, die dann zu Asche pulverisiert werden.

Diese Asche kann als Teil der letzten Todesriten in einer Urne aufbewahrt, vergraben oder verstreut werden. Dafür gibt es genaue rechtliche Rahmenbedingungen in Deutschland. In den letzten Jahren sind auch die Einäscherungsraten angestiegen. Einige Menschen wenden sich wegen der Bequemlichkeit der Einäscherung und Urnenbestattung zu, weil es praktischer oder billiger ist. Nicht nur die Kosten der Bestattung fallen geringer aus, es fallen auch keine Kosten für Grabsteinpflege an.

Andere mögen zimperlich in Bezug auf die Idee des Verfalls des eigenen Körpers sein und fühlen sich von der Wirkung von Flammen angezogen (bzw. ziehen diese vor), während manche Leute es für ihre spirituellen Überzeugungen halten, dies zu tun. Was immer der Grund ist, warum Sie sich für eine Feuerbestattung entscheiden, es wird ganz offenbar von immer mehr Menschen dieser Weg gewählt.

Kosten der Feuerbestattung

Die Kosten der Einäscherung umfassen im Allgemeinen unterschiedliche Posten, wobei Sie mit einem Grundbetrag rechnen müssen. Alle Produkte, die Sie kaufen werden, einschließlich eines Feuerbestattungsschatulle, einer Urne, um die Überreste zu bestatten, einer Grabkammer, wenn die Überreste in einem privaten Grundstück oder auf einem Friedhof vergraben werden sollen, werden Auswirkungen auf die Gesamtkosten haben.

Allerdings gibt es bestimmte Kosten, die jedenfalls anfallen werden. Dazu gehören zum Beispiel der Transport des Verstorbenen in das Krematorium, die Kosten der Einäscherung und die Verwendung von Bestattungsunternehmen und Ausrüstung für den Service der Bestattungsrituale. Die Kosten der Einäscherung sind relativ stabil zu ermessen. Sie werden aber nicht eigens aufgelistet. Üblich ist ein Gesamtpreis.

Der große Unterschied zwischen den Preisen lässt aber schon sehr gut erkennen, dass eben das Leistungsspektrum bei einer Feuerbestattung sehr unterschiedlich sein kann. Sie können mit Kosten zwischen EUR 700 und knapp EUR 5.000 im bundesdeutschen Durchschnitt rechnen.

Erklärungen für die Unterschiede bei der Höhe der Kosten

Allerdings sind die Kosten natürlich in Städten wie etwa Berlin unweit höher als auf dem Land. Es gibt zum Beispiel schon einen erheblichen Unterschied bei den Kosten zwischen einer Feuerbestattung auf dem Land oder in der Stadt. Städte wie etwa München liegen mit etwa EUR 900 im untersten Preissegment am höchsten.

Berlin liegt hier mit etwa EUR 700 im unteren Preissegment schon deutlich tiefer. Auf dem Land liegen die Kosten in der Regel darunter. Im oberen Preissegment lassen sich ebenso zum Teil große Unterschiede erkennen. Interessant ist aber, dass sich im oberen Preisband die Preise eher wieder angleichen. Dies liegt vor allem daran, dass die Grundkosten bei der Feuerbestattung im gleichen Maße anfallen und nicht unbedingt so große Preisunterschiede deutlich werden.

Die Preisunterschiede können sich aber auch wegen der verschiedenen Preise der Beerdigungsunternehmen ergeben. Es macht auch einen Unterschied, welche Leistungen der Verstorbene für sich vorherbestimmt hat bzw. welche Leistungen von den Angehörigen gewählt werden. Die anonyme Bestattung ist aber zwangsläufig nicht die günstigste Form der Feuerbestattung. Dies trifft nur auf Fälle zu, wo eine Sozialbestattung vorgenommen wird. Wird eine anonyme Bestattung gewünscht, kann diese dann wiederum teurer werden. Insbesondere Waldbestattungen fallen in dieses Segment, wo ebenso die Feuerbestattung in Form der Einäscherung zuvor gemacht wird.

Einzelne Kostenfaktoren der Feuerbestattung

Wenn man sich die Preise für eine Feuerbestattung in Deutschland ansieht, dann fällt sehr rasch auf, dass die meisten Bestattungsunternehmen die Feuerbestattung in Form eines Leistungspaketes offerieren. Pakete für eine Feuerbestattung erhalten die Angehörigen des Verstorbenen bereits zu einem Preis von EUR 900.

Inkludiert in diesem Paketpreis ist zum Beispiel der Preis für einen Sarg zum Zwecke der Einäscherung. Es handelt sich dabei um lizenzierte Särge, die speziell für die Einäscherung notwendig werden. Neben dem Einäscherungsvorhang sind in dem Preis auch noch die Kosten für die Überführung des Verstorbenen in das Krematorium und die Kühlung bis zur Einäscherung.

Ebenso werden alle notwendigen Formalitäten damit abgegolten. Die eigentliche Bestattung ist in diesem Preis noch nicht inbegriffen. Insbesondere wenn eine bestimmte Art der Urnenbestattung gewünscht wird, dann ist noch mit weiteren Kosten zu rechnen. Je nach Umfang kann auch der bereits weiter oben erwähnte Preis angepeilt werden. Die Friedhofsgebühren für eine Urnenbestattung liegen bei etwa EUR 800 bei 20 Jahren Nutzungsdauer.

Bestattungsrituale aufgrund von Religionen als Kostenfaktor

Viele Religionen und Kulturen haben strikte Rituale hinsichtlich der Feuerbestattung. Einige Religionen verbieten die Verbrennung, andere ordnen sie sogar an. Dann gibt es wiederum Religionen, welche diesen Aspekt eher flexibel handhaben. sind. Wenn Sie religiöse oder kulturelle Traditionen beachten und ein sehr gläubiger Mensch sind und daher für

Ihre eigene Bestattung diesen Wunsch erhalten wollen, dann wird dies auch Ihre Wahl des Bestattungsunternehmen beeinflussen. Letztlich können diese Regeln Ihre Wahl der Feuerbestattung beeinflussen. In bestimmten Religionen ist die Feuerbestattung ohnedies nicht vorgesehen. Dazu zählt der islamische Glaube und der jüdische Glaube. Wünschen Angehörige oder der Verstorbene selbst hat dies vor seinem Tod veranlasst, eine Feuerbestattung, wobei religiöse Sitten und Gebräuche berücksichtigt werden, dann kann dies natürlich auch einen Einfluss auf die Kosten haben.

Diese Perspektiven auf die Verbrennung sind natürlich auch zu berücksichtigen. Im hinduistischen Glauben werden aber Feuerbestattungen erlaubt. Auch in bestimmten Teilen Asiens sind Feuerbestattung unter der Auflage bestimmter Rituale üblich. Wird so eine Bestattungsfeier unter Berücksichtigung religiöser Rituale und Sitten gewünscht, dann muss sich das Bestattungsunternehmen speziell darauf einstellen.

Es werden dazu spezielle Paketpreise angeboten. In der Regel ist es auch so, dass zuvor auch Gespräche hinsichtlich der detaillierten Durchführung der Feuerbestattung geführt werden, damit die Feuerbestattung auch nach den strengen Auslegungsnormen der Religion durchgeführt werden kann.

Natürlich müssen auch die geltenden Gesetze in Deutschland eingehalten werden. Diese Faktoren können natürlich zu Kostentreibern werden. Genaue Kosten hängen teilweise auch von den persönlichen Vereinbarungen ab. Die Kosten können hier variieren, liegen aber eher im oberen Bereich des Preisbandes. Der Grund liegt darin, dass eben bestimmte Rituale eingehalten werden müssen. Am Beispiel einer hinduistisch geprägten Bestattung zeigt sich dies recht schön. Bei einer hinduistisch geprägten Bestattung muss die Einäscherung noch am Todestag erfolgen.

Außerdem muss die Asche dann möglichst schnell bestattet werden. Dies kann natürlich auch Auswirkungen auf die Kosten haben. Allerdings zeigt sich auch eine gewisse Einschränkung der Rituale und Sitten bei einer hinduistisch geprägten Bestattung. So kann es in Indien zum Beispiel üblich sein, dass die Verbrennung des Leichnams öffentlich erfolgt. In Deutschland ist dies nur in einem Krematorium möglich. Auf die Kosten hat dieser Umstand aber keine Auswirkungen.

Was kostet eine Seebestattung in Deutschland ?

Die Seebestattung findet immer mehr Anhänger

Seebestattung US NAviUm dem Thema gleich einmal die richtige Einleitung zu geben, sei an dieser Stelle eingefügt, dass eine Seebestattung in der Regel günstiger ist als eine Erdbestattung. Der Hinweis auf die Erdbestattung ist sehr wichtig, da sie immer noch die beliebteste Bestattungsart in Deutschland darstellt. Immer mehr Deutsche bevorzugen es, auf hoher See bestattet zu werden. Die Zahlen, die vom Bundesverband Deutscher Bestatter veröffentlicht werden, sprechen dabei auch eine ganz klare Sprache.

Seebestattungen sind in der Regel billiger als solche, die an Land durchgeführt werden. Strenge deutsche Gesetze und Vorschriften zur Bestattung oder Einäscherung einer verstorbenen Person mindern den Wettbewerb und erhöhen die Kosten. Die deutsche Bestattungs- und Friedhofsindustrie ist durch Gesetze geschützt, die, mit wenigen Ausnahmen, die Bestattung auf einem Friedhof zwingend vorschreiben. Die Bestattung auf dem Friedhof wird in der Regel auch dann vorgeschrieben, wenn der Verstorbene eingeäschert wurde.

Der Friedhofszwang ist dabei auch die gesetzliche Vorschrift, dass Verstorbene auf einem Friedhof beigesetzt werden müssen. Es ist dies eines dieser knappen deutschen Begriffe, welche grundsätzlich auf Jahre hindurch auch keine Ausnahmen zugelassen hatten. Davon betroffen war auch die Seebestattung, die bis auf wenige Ausnahmen (zum Beispiel bei der Marine) nicht möglich war.

Viele Beobachter meinen aber, dass die Struktur der Gesetze in Deutschland für eine Lockerung der Bestimmungen verantwortlich waren. Dazu muss man auch wissen, dass die Bestattungsgesetze in die Kompetenz der Länder fallen und damit auch einseitig Veränderung möglich werden. Man muss also nicht auf den Bund warten, bis auf Landesebene eine Veränderung herbeizuführen ist. Für Familien, die mit dem Tod eines geliebten Menschen konfrontiert sind, gab es daher auch es kaum eine freie Wahl.

Rechtlich relevante Bestimmungen zur Seebestattung

Der Kostenaspekt war nie ein Faktor bei der Seebestattung. Diese Ableitung kann man aus Sicht der rechtlichen Betrachtung treffen. In Deutschland ist sie zwar seit dem Jahre 1934 erlaubt, aber wurde in der Praxis kaum angewandt, weil der Friedhofszwang im starken Widerspruch stand. Es war also in der Praxis nur jenen Menschen vorbehalten, die einen starken Bezug zur See hatten und zum Beispiel als Seemann arbeiteten oder bei der deutschen Marine beschäftigt waren.

Ob man hier noch von einer Kostenersparnis reden kann, darf auch stark bezweifelt werden. Es sind hier aber keine Kosten bekannt und vermutlich auch sehr schwer festzustellen. Die Seebestattung wurde auch eigens in den Landesgesetzen geregelt. Daraus ist ersichtlich, dass der Verstorbene auch einen sehr starken Bezug zur See nachweisen musste, um eine Seebestattung zu rechtfertigen.

Dies war also praktisch nur dann möglich, wenn man selbst zur See gefahren ist. Heute hat sich vor allem auf Landesebene der Friedhofszwang gelockert. Bremen dient hier mit liberalen Bestattungsgesetzen als Vorreiter. Der Friedhofszwang gilt dahingehend, nämlich auch noch in Bremen. Es sind nur bestimmte Lockerungen erlaubt. So ist zum Beispiel die Bestattung auf privaten Grundstücken möglich. Über diese Umwege hat sich auch die Rechtsprechung schwergetan, gegen eine Seebestattung zu argumentieren, wodurch es heute auch zur gängigen Praxis wurde.

Dennoch muss die Seebestattung in vielen deutschen Bundesländern auch heute noch schriftlich genehmigt werden. Es wird auch hier der Friedhofszwang noch sehr streng ausgelegt und der Verstorbene bzw. seine Angehörigen müssen auch heute noch eine besondere Verbundenheit zur See nachweisen. Im Allgemeinen verfahrt man mit Seebestattungen auch lockerer als früher, was sich natürlich auch auf die Kosten auswirkt. Es ist nicht zweckführend, auf genaue Kosten einzugehen, aber zusätzliche Behördenwege werden natürlich auch als Kostentreiber gelten.

Senken Sie die Kosten durch eine rechtzeitig hinterlegte Verfügung

Um die Kosten zu senken, empfiehlt sich auch, rechtzeitig für eine Sicherung der Seebestattung zu sorgen. Sie sollten daher bereits zu Lebzeiten eine entsprechende Bestattungsverfügung beim zuständigen Amt Ihres Bundeslandes hinterlegen, indem die Absicht für eine Seebestattung dargelegt wird. Eine Bestattungsverfügung ist praktisch ein letzter Wille, wie mit seiner Leiche nach dem Tod zu verfügen ist. In der Praxis ist es hilfreich, auch einen Notar hinzuzuziehen. Sie kann auch jederzeit geändert oder widerrufen werden. Diesem Willen wird in der Regel dann auch entsprochen. Natürlich müssen auch dafür Kosten für die Amtswege und dem Notar veranschlagt werden.

Vorschriften, welche sich auf die Kosten der Seebestattung auswirken

Grundsätzlich gelten bestimmte Vorschriften für eine Seebestattung. Dies wirkt sich auch auf die Kosten aus. Es gibt auf dem Wasser ganz bestimmte Positionen, wo eine Seebestattung erfolgen darf. Je näher der Punkt zum Ufer gewählt wird, desto günstiger wird auch die Seebestattung sein. Es besteht hier aber Wahlfreiheit.

Diese Orte werden von den Wasser- und Schifffahrtsämtern bekannt gegeben und auch immer wieder auf den aktuellen Stand gebracht. Es gibt Vorschriften hinsichtlich der Schiffe (so muss ein Schiff auch unter deutscher Flagge ausfahren, wenn nach den deutschen Bestattungsgesetzen bestattet wird) und Vorschriften der Bestattung selbst.

Die Urne bei einer Seebestattung muss aus einen bestimmten Material bestehen. Es kann also keine herkömmliche Urne genommen werden. Die Kosten für diese Urne liegen zwischen EUR 50 und EUR 250. Diese Urne muss aus einem wasserlöslichem Material gemacht sein. Aus diesem Grund ergibt sich auch der erhöhte Preis im Vergleich zu einer normalen Urne. Sie wird zum Beispiel aus Halith oder Anhydrit gefertigt. Eine normale Urne aus Kunststoff kostet bei etwa EUR 50.

Außerdem muss die Urne für die Seebestattung auch noch mit Kies, Sand oder Wasser beschwert werden, damit sie schnell absinken kann. Eine Kostenersparnis sollte aber auch noch erwähnt werden. Es dürfen bei einer Seebestattung keine Blumen oder Kränze in die See gelegt werden. Dies ist aus Umweltschutzgründen untersagt.

Die Kosten für Kränze können auch mehrere Hundert Euro ausmachen. Was den Ablauf der Seebestattung betrifft, so wird die Bestattung selbst mit einem Logbucheintrag festgehalten, der auch der Wasser- und Schifffahrtsbehörde vorgelegt werden kann. Da aber auch besondere Genehmigungen für die Schiffe benötigt werden, wird auch das die Kosten erhöhen. Sie werden aber als Teil der Fixkosten auch auf die Kosten umgelegt.

Je nach Gestaltung des Ablaufs variieren auch die Gesamtkosten. Es hängt natürlich auch davon ab, welches Schiff gewählt wird und für welche Zeremonie man sich entscheidet. All diese Faktoren entscheiden letztlich darüber, welche Kosten anfallen und wie hoch der Gesamtpreis der Seebestattung ist. Es gibt mittlerweile eigene Anbieter, die sich auf dieses Geschäft mit der Seebestattung spezialisiert haben.

Viele Anbieter arbeiten mit eigens lizenzierten Kapitäne zusammen, um den Angehörigen die beste Lösung zu bieten. Es werden unter Umständen auch noch zusätzliche Dienstleistungen angeboten, die ebenso extra zu bezahlen sind. So kann zum Beispiel eine Erinnerungsurkunde nach dem Gottesdienst an Bord an Verwandte und Freunde verschickt werden. Der Preis ist natürlich abhängig von dem Angebot, welches in Anspruch genommen wird. Werden Bilder mitgeschickt, kann es teurer werden als reine „blanko“ Trauermitteilungen.

Wird die Seebestattung für spezielle Glaubensrichtungen gemacht, dann kann dies auch Kosten verursachen. Ein Begräbnis zur See kann zum Beispiel für hinduistische Familien getan werden. Im islamischen und jüdischen Glauben werden Seebestattungen aufgrund vom Verbot der Einäscherung nicht gemacht. Die Kosten für eine Seebestattung reichen von EUR 1300 bis etwa EUR 2.500. In der Regel wird zwischen Standard-Leistungen und gehobenen Leistungen als Paket unterschieden, wobei aber noch zusätzliche Leistungen wie oben beschrieben, hinzubestellt werden können.

Die Kosten teilen sich dabei meist in Einzelposten auf. Zu den wichtigsten Einzelposten zählen zum Beispiel die Überführung, die hygienische Grundversorgung, die Totenbekleidung, das Ankleiden und Einsargung oder auch die Kostensätze für eine Kühlzelle. International sind die Kosten durchaus vergleichbar. In den USA zum Beispiel werden aber auch zum Teil USD 3.500 verrechnet.

Anonyme Beerdigung: ist das in Deutschland möglich und wenn ja wie

Allgemein gültige Normen im deutschen Bestattungsrecht

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Das deutsche Bestattungsrecht sieht dem Grunde nach dem Friedhofszwang vor. Darunter versteht man in der Gesetzgebung die Vorgabe, dass man die Bestattung eines Toten an einem nicht zweckgebundenen Ort für die Totenruhe bettet. Dem Grunde nach war aus dem allgemeinen Rechtsverständnisses heraus damit immer der Friedhof gemeint. Erst in jüngerer Zeit hat sich auch durch die Veränderung der Bestattungsarten im Ausland, eine weiterführende Diskussion darüber in Deutschland verbreitet. Vereinzelt gibt es auch in Deutschland schon Lockerungen dieser strengen gesetzlichen Auslegung.

Der Grund dafür liegt nicht zuletzt auch darin, da ja die Bestattungsgesetze durch die Länder erlassen werden und aus diesem Grund auch in der Kompetenz der Länder liegen. Da früher der einzige zweckgebundene Ort dafür der Friedhof war, ergab sich daraus auch die umgangssprachliche Formulierung des Friedhofszwangs.

Erste Lockerungen daraus können auf die Seebestattung zurückberufen werden. Ebenso hat die Bestattungsgesetzgebung in Bremen einen sehr hohen Anteil daran, dass sich die praktische Handhabung der Bestattungsrituale in Deutschland schön langsam ändern. Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang eben das Bundesland Bremen, wo seit Beginn des Jahres 2015 die Asche des Verstorbenen auch auf privaten Grundstücken bestattet werden kann.

Historische Begründung der anonymen Bestattung

Im Zuge, dessen hat sich auch die anonyme Beerdigung bzw. Bestattung in der Praxis verbreitet. Früher war sie eher als Begräbnis für Menschen angedacht, die keine Hinterbliebenen mehr hatten oder wo diese zu weit wegwohnten, um sich später um die Grabpflege zu kümmern. Die anonyme Beerdigung galt auch als Synonym für die Sozialbestattung, das heißt, Personen, die sich kein eigenes Begräbnis leisten konnten und auch keine Verwandtschaft da war, welche die Kosten für die Beerdigung übernommen hatte.

Es gibt aber aufgrund von alternativen Bestattungsformen auch heute vermehrt den eigenständigen Wunsch, anonym bestattet zu werden. Die bereits erwähnte Seebestattung ist Ausdruck dieser Bestattungsform.

Rechtliche Rahmenbedingungen für eine anonyme Bestattung

Es gibt immer mehr Menschen, die sich ausdrücklich eine anonyme Bestattung wünschen. Es ist aber nicht immer ausreichend, gegenüber den nahen Angehörigen sich diesbezüglich zu äußern. Sehr oft schämt man sich dabei, dieses Thema anzusprechen und erwähnt es vielleicht beiläufig bei einem Besuch auf dem Friedhof. Diesen Wunsch auch in Schriftform darzulegen machen aber nur die wenigsten Menschen.

Allerdings wäre es rechtlich dann auch viel einfacher, diesen Wunsch durchzusetzen, weil eben dann der klare Wille des Verstorbenen zum Ausdruck kommen würde und hier auch der Gesetzgeber nur schwer Handhabe dagegen hätte. Liegt dieser schriftliche Wille aber nicht vor, dann berufen sich der Gesetzgeber und die ausführenden Organe in der Regel auf die Formulierung des Friedhofszwangs. Daraus lässt sich indirekt auch ableiten, dass eine anonyme Bestattung nur in Ausnahmefällen möglich ist.

Als Beispiel dafür ist vor allem die Sozialbestattung zu erwähnen. Sie ergab sich früher eigentlich nur bei sozialen Härtefällen, wo die mangelnde finanzielle Liquidität der ausschlaggebende Grund für eine anonyme Bestattung war. Da das Bestattungsrecht aber auf Basis von Landesgesetzen geregelt wird, sollten Sie sich immer mit Ihrer Heimatstadt (oder auch der Heimatgemeinde) in Verbindung setzen, wenn Sie später eine anonyme Bestattung bevorzugen.

Viele Gemeinden und Länder haben in Ihren Landesgesetzen geregelt, dass eine anonyme Bestattung nur nach Abgabe einer ausdrücklichen Erklärung der Verstorbenen erfolgen kann. Beispiele dafür, dass zum Beispiel eine einfache eine Vollmacht für die Totenfürsorge nicht ausreicht, kann man aus Städten wie zum Beispiel Mönchengladbach oder Krefeld erfahren.

Selbst in größeren Städten, wie zum Beispiel in München, sind solche Fälle bekannt geworden. Die anonyme Bestattung heißt, dass am Ort der Bestattung keine Nennung des Namens erfolgen soll. In der Regel sind solche Formen der Bestattung auch Feuerbestattungen. Sie müssen aber nicht zwangsläufig eine Urnenbestattung bedeuten, wie zum Beispiel die Seebestattung zeigt. In der Regel sind es auch Feuerbestattungen. Die Landesgesetze zum Bestattungsrecht erlauben es aber auch in einigen Ländern, dass eine Erdbestattung auf manchen Friedhöfen in Deutschland anonym erfolgen kann.

In diesen Fällen wird das Grab dann mit einer einfachen Steinplatte verschlossen. Darauf ist dann kein Hinweis auf den Namen des Verstorbenen angebracht. Was die anonyme Bestattung auf dem Friedhof auch beinhaltet, ist die fehlende Möglichkeit der individuell gewünschten Grabpflege.

Dies ergibt sich auch aus dem Wunsch heraus, dass im Umkehrschluss ja auch dem Willen des Verstorbenen entsprochen wird. Dennoch gestaltet das Friedhofspersonal die Grabstätten in der Praxis so, dass auch Blumen und Kerzen hinterlassen werden können. Dazu gibt es dann eine zentrale Ablegestelle auf dem anonymen Grabfeld.

Welche Formen der anonymen Bestattung gibt es in Deutschland?

Die Bestattungsgesetze, welche in die Kompetenz der Länder fallen, sehen verschiedene Arten der anonymen Bestattung vor. Die anonyme Bestattung setzt eine Einäscherung des Verstorbenen voraus. In der Regel wird diese Feuerbestattung in der Form einer Urnenbestattung erfolgen. Es gibt allerdings auch andere Formen der anonymen Bestattung. Darunter fallen zum Beispiel die bereits weiter oben beschriebene Seebestattung und die Baumbestattung.

Die anonyme Baumbestattung

Die Baumbestattung kombiniert zwei Vorlieben des Verstorbenen. Sie wird von Menschen gewählt, die eine starke Verbundenheit zur Natur verspüren. Es ist eine klassische Bestattungsform für Naturliebhaber, die eben auch anonym erfolgen kann. Genutzt wird die Baumbestattung – ebenso wie auch alle anderen Formen der Naturbestattungen – für gewöhnlich von naturverbundenen Menschen.

Die Nähe und die Verbindung zur Natur ist hierbei der entscheidende Faktor. Historisch gesehen waren Baumbestattungen meist den Förstern vorbehalten, die auch nach Ihrem Tod weiterhin mit Ihrem Schutzwald verbunden sein wollten. In der Regel ist die Baumbestattung zur gleichen Zeit keine anonyme Bestattung. Es wird also an der Grabstelle nur auf speziellem Wunsch hinaus kein Namensschild angebracht.

Dem Verstorbenen bleibt aber bei der Bestattungsform die Wahl zwischen einer anonymen Bestattung oder einer Bestattung mit namentlicher Kennzeichnung. Allerdings erfolgt die Namenskennzeichnung der Grabstelle auf sehr subtile Art und Weise. Es werden zum Beispiel kleine Namensschilder auf dem Baum angebracht oder nur die Stelle gekennzeichnet, an der die Asche des Verstorbenen liegt. Es obliegt auch der Wahl des Verstorbenen, ob dieser nun möchte, dass seine Asche anonym oder im Beisein der Angehörigen beigesetzt wird.

Die anonyme Seebestattung

Hier erfolgt die Bestattung in der Regel nach der Einäscherung in einer Urne. Auch auf das Beisein der Angehörigen wird verzichtet. Allerdings sieht die gesetzliche Regelung auch vor, dass die Seebestattung auch unter Beisein von Angehörigen erfolgen kann. Die Trauerfeier wird dann direkt auf dem Schiff organisiert. Die Seebestattung als anonym zu bezeichnen ergibt sich schon aus dem Umkehrschluss heraus, da „auf See“ auch kein Namensschild angebracht werden kann. Dadurch ergibt sich bei der Äußerung des Wunsches auch zwangsläufig eine anonyme Seebestattung.

Was spricht für oder gegen eine anonyme Bestattung

Es gibt sehr unterschiedliche Gründe, die für oder auch gegen eine anonyme Bestattung sprechen. Insbesondere können die günstigen einmaligen und auch langfristigen Kosten bei einer anonymen Bestattung als Vorteil genannt werden. Daraus lassen sich auch Vorteile hinsichtlich einer enormen Zeitersparnis bei der aufwendigen Grabpflege durch die Angehörigen ableiten. Aus diesen Gründen wählen sehr viele Menschen bereits aus vorsorglichen Gedanken im Sinne der Angehörigen eine anonyme Bestattung.

Diese Entscheidung wird also schon zu Lebzeiten getroffen. Diese Vorteile dürften auch immer mehr Fans anlocken, denn es gibt Umfragen in Deutschland, wonach etwa zehn Prozent aller Deutschen sich für eine anonyme Bestattung entscheiden wollen. Leider sind aber vor allem auch sehr viele Menschen aus den unteren Einkommensschichten dazu angehalten, sich zwangsläufig für eine anonyme Bestattung entscheiden zu müssen. Streng genommen wird für sie dieser Anspruch gewählt. Die Nachteile ergeben sich erst im Detail bei einer genaueren Betrachtung. Wenn zum Beispiel die Seebestattung gewählt wird, dann gibt es auch keinen Bezugspunkt für die Trauer der Angehörigen.