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Trauersprüche

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Für Trauernde mag es im ersten Moment unglaublich klingen, dennoch ist es so: Wenn sich in dieser schmerzlichen Lebenssituation ein feiner Schleier um die Seele gelegt hat, sind dennoch diese traurigen Momente eine ungeahnte Quelle der Kraft. Trauersprüche helfen in diesen Momenten weiter.

Trauer und Traurigkeit kann uns in einen Zustand versetzen, der stark belastend ist und wir sollten diesem Gefühl nachgeben. Das darf nicht über einen längeren Zeitraum geschehen und erst recht nicht, wenn man scheinbar grundlos traurig ist. In diesem Fall könnte das ein Hinweis auf eine Depression sein, die behandelt werden sollte.

Trauer nach dem Verlust eines geliebten Menschen ist ein aktiver, gesunder und sinnvoller Prozess in der Auseinandersetzung mit sich selbst. Es muss erlernt werden, loszulassen und zu akzeptieren. Der Prozess hilft, eine alte Situation abzulösen und sich einer neuen anzupassen. Manche Dinge können im Leben nicht geändert und müssen angenommen werden. Nehmen wir sie an wie sie sind, wird der Weg weniger steinig und kürzer. Kämpfen wir gegen die Dinge an, die nicht zu ändern sind, werden wir kraftlos und verbittert.

Mit Trauer umgehen

Jeder Mensch kennt das Gefühl, traurig zu sein und jeder weiß, wann dieses Gefühl entsteht:

  • als Reaktion auf den Tod eines geliebten Menschen
  • nach der Trennung eines Partners
  • bei mangelndem Erfolg im Beruf
  • nach Geld- und Statusverlust
  • auf menschliche Enttäuschung
  • auf Krankheit

Traurigkeit hat einen Sinn, den man erst viel später erkennt: Sie setzt uns kurze Zeit außer Gefecht, zwingt uns unmittelbar über die Probleme nachzudenken und nach einer Lösung zu suchen. Trauer ist ein intensiver Gefühlszustand, die auch bei Depressionen entsteht. Sie äußern sich durch Gefühllosigkeit und Betroffene fühlen sich häufig wie versteinert – sie können weder traurig noch fröhlich sein. Dann ist es Zeit, um in sich hineinhören und die Ursache dafür zu finden.

Was hilft bei Trauer und Verlust? Ablenkung suchen wie beispielsweise in der Meditation, durch die man zu sich selbst findet. Hilfreich kann eine schöne Reise sein, sich mit Freunden verabreden oder der Spaziergang durch die Natur, bei dem man für sich und mit seinen Gedanken alleine ist. Das Malen, Zeichnen oder ein Buch oder Gedicht schreiben, kann helfen. Wer an die vielen wunderschönen sanften Melodien berühmter Komponisten oder an die beeindruckenden Gemälde von Künstlern denkt, sollte wissen, dass diese Kunstwerke nicht entstanden wären, hätten diese Personen Melancholie und Traurigkeit nicht zugelassen. Ihr Gemütszustand war eine Quelle ungeahnter Kraft und wandelte Trauer in kreative Energie um.

Bei einem Todesfall ist es anders. Dann ist Trauer eine emotionale Reaktion, die verarbeitet werden muss. Trauer ist ein Prozess, der durchlebt werden will und den Trauertherapeuten mit ihrer Trauerarbeit in vier Phasen aufteilen und so beschreiben:

  • In der ersten Phase wird als Reaktion auf den Verlust des geliebten Menschen ein Schockzustand erlebt, der ein paar Stunden, aber auch ein paar Tage andauern kann.
  • In der zweiten Phase wird der oder die Trauernde versuchen, die Emotionen zu verdrängen und zu kontrollieren. Die Verdrängung der Trauer nach dem Tod eines Angehörigen ist nicht ganz ungefährlich, denn unter Umständen kann das zu einer Depression führen.
  • In der dritten Phase setzt man sich mit dem tatsächlichen Verlust auseinander. Das heißt, der oder die Trauernde ändert den Alltag, passt sich der neuen Situation an und konfrontiert sich mit ihr.
  • In der vierten Phase erfolgt das Zurückkehren in den Alltag und es wird versucht, durch geliebte Aktivitäten wieder in das Leben zurückzufinden

Krisen lassen sich mit Optimismus, Akzeptanz, aber auch mit Lösungsorientierung und der Bereitschaft, die Opferrolle zu verlassen sowie Verantwortung zu übernehmen, meistern. Dazu muss man aus alten Verhaltensmustern ausbrechen und erkennen, welche Lebens-Einstellung und Handlung einem helfen kann. Statt einer alten Situation nachzutrauern, ist es besser die Fähigkeit zu entwickeln, dass man weiß, dass man auch mit einer Krise am Leben bleibt. Das Leben ist gut so, auch wenn etwas schiefgeht.

Trauersprüche und Beileidssprüche

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Der Tod eines geliebten Menschen ist für die Angehörigen eine traurige und schmerzliche Erfahrung. Wenn jemand trauert, dann sind wir oft unsicher und haben Angst das Falsche zu sagen. Aus diesem Grund haben Trauerkarten immer die gleiche Aufgabe: Beileid und Mitgefühl ausdrücken sowie die Achtung vor dem Verstorbenen zeigen.

Ein Trauerspruch kann beispielsweise aus einem Bibeltext entnommen sein. Man kann ihn sich auch aus stilvollen Gedicht-Versen oder Zitaten bekannter Zeitgenossen heraussuchen. Ganz individuell verfasste Trauersprüche drücken meist sehr persönlich aus, was man für den oder die Trauernden empfindet. Der Tod macht so oft sprachlos, weshalb vielen Menschen dann die rechten Worte für ihre Gefühle fehlen. Daher bietet es sich an, auf Trauersprüche zurückzugreifen.

Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen. (Tauerspruch von Albert Schweitzer)

Danke für den Weg, den Du mit uns gegangen bist. Danke für die Hand, die uns so hilfreich war. Danke, dass es Dich gab. (Rainer Maria Rilke)

Wenn ihr mich sucht, dann sucht in euren Herzen. Wenn ihr mich dort findet, dann lebe ich in euch weiter. (unbekannter Verfasser)

Wenn Liebe einen Weg zum Himmel fände und Erinnerungen Stufen wären, würden wir hinaufsteigen und Dich zurückholen. (unbekannter Verfasser)

Erinnerungen sind kleine Sterne, die tröstend in das Dunkle unserer Trauer leuchten. (unbekannter Verfasser)

Nach der Zeit der Tränen und der tiefen Trauer bleibt die Erinnerung. Die Erinnerung ist unsterblich und gibt uns Trost und Kraft. (unbekannter Verfasser)

Die Erinnerung ist ein Fenster durch das ich Dich sehen kann, wann immer ich will. (unbekannter Verfasser)

Bei den Trauernden ist jeder gespendete Trost willkommen. Er kann in vielen Formen ausgedrückt werden – sei es in Form einer herzlichen Umarmung oder durch tatkräftige Unterstützung im Alltag, durch ein offenes Ohr zu jeder Zeit oder auch einfühlsame Beileidsbekundungen. Vor allem ältere Menschen finden Beileidskarten persönlicher als Anrufe.

Die Worte von Trauersprüchen könnten mit den eigenen Worten nicht besser ausgedrückt werden und schon gar nicht von Menschen, denen es schwer fällt empathische und die treffenden Worte für einen Trost zu finden. Wer dennoch in der Lage ist, einen Trauerspruch selbst zu verfassen, kann mit seinen selbst gewählten Worten natürlich noch besser auf den Verlust des Verstorbenen eingehen.

Dieser Trauerspruch kann besonders tröstlich sein, da er speziell auf den Verstorbenen oder die Gefühle für ihn zugeschnitten ist.

Wo Trauersprüche zum Einsatz kommen können:

  • Trauerkarte
  • Traueranzeige
  • Beileidskaraten
  • Trauerbrief
  • Sterbebild
  • Danksagung
  • Kondolenzbuch
  • Gedenkseite
  • Trauerschleife
  • Grabstein
  • Trauerrede

Trauer kann auch heilen

Es tut jedem Menschen gut, einmal hemmungslos zu weinen, sich fallen und gehen zu lassen. Da kann der Partner ruhig dabei sein, die Freundin, die Mutter – ein Mensch, der einem nahe steht und die Hand reichen kann. In solchen Situationen bedarf es keiner Worte. Gefühle müssen rausgelassen werden. Wer das verlernt hat, für den ist der Punkt gekommen, sie wieder zuzulassen. Trauer ist auch eine Möglichkeit, mit sich selbst wieder ins Reine zu kommen und Kraft zu schöpfen.

Grabgestaltung

Ein Grab ist eine Ruhestätte für Verstorbene, das mit vielen anderen Gräbern als Friedhof angelegt ist. In Deutschland gibt es zwei verschiedene Varianten für eine Bestattung: Entweder man beerdigt den Verstorbenen im Sarg oder in einer Urne in einem Grab. Ein Grab liegt entweder unter der Erde oder oberhalb der Erdoberfläche und es ist für einen oder mehrere Verstorbene gedacht. Eine Grabstelle auf einem Friedhof muss käuflich erworben werden. Bei der Grabgestaltung sind lokale Vorschriften zu beachten.

Eine Ruhestätte wird in Reihengrab, Wahlgrab, anonymes Grab und Urnengrab unterschieden.

Reihengrab

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Der Friedhof einer Gemeinde oder Stadt vergibt Reihengräber – also einzeln der Reihe nach und zwar nebeneinander in zeitlicher Reihenfolge. Der Käufer hat bei dieser Grabvariante keinerlei Einfluss auf die genaue Lage der Grabstelle auf dem Friedhof. Reihengräbern wird das weitere Nutzungsrecht nach Ablauf der Ruhezeit nicht gestattet. Stattdessen werden sie eingeebnet und danach neu vergeben. Deshalb ist die Nutzung für mehrere Generationen nicht möglich. Auch die Gestaltung der Ruhestätte ist durch die jeweiligen Friedhofsordnungen der unterschiedlichen Gemeinden und Städte oftmals sehr eingeschränkt. Es kommt auch des Öfteren vor, dass die Größe eines Reihengrabs kleiner ist als die eines Wahlgrabs. Der Ursprung eines Reihengrabs entstand den durch die Reformbestrebungen des späten 18. Jahrhundert, wo man darum bemüht war, dass im Tod alle Menschen gleich behandelt werden.

Wahlgrab

Es kann direkt – wie der Name schon preisgibt – ausgesucht und ausgewählt werden. Es bietet viele ausführlichere Gestaltungsmöglichkeiten. Und das Grab kann auf dem vom Friedhof frei gegebenen Flächen ausgesucht werden. Wesentlicher Vorteil eines Wahlgrabes ist die Möglichkeit, das Nutzungsrecht nach Ruhezeitablauf wieder zu verlängern. Das ist besonders wichtig für Gräber, die für alle Familienmitglieder genutzt werden sollen.

Anonymes Grab

Ein anonymes Grab ist meistens ein Gemeinschaftsgrab. Den Angehörigen des Verstorbenen wird eine Friedhofsfläche zugewiesen, wobei die genaue Lage und Stelle des Grabes nicht bekannt ist. Gedenksteine werden meistens für alle Verstorbenen aufgestellt, worauf weder Namen noch Todesdaten angebracht sind.

In Deutschland sind die Friedhofssatzungen und die Landesgesetze verantwortlich für die Ruhezeiten der einzelnen Grabstätten. Meistens sind sie mit der Nutzungsfrist verbunden, die sich nach den regionalen Bedingungen von Bestattungsgewohnheiten, örtlichen Voraussetzungen und der Bodenbeschaffenheit richtet.

Urnengrab

Bei einer Urne kann gewählt werden, ob sie oberirdisch und unter der Erde eine Bestattung finden soll. Die Urnenbestattung in einem Erdgrab ist auch möglich – egal ob es sich hierbei um ein Einzel- oder ein Gemeinschaftsgrab handelt. Anonyme Beisetzungen von Urnen finden häufig in einer Friedhofsrasenfläche statt. Eine oberirdische Bestattung wird in einem sogenannten Kolumbarium (einer Art Grabkammer) vorgenommen. Die mit der Asche des Verstorbenen gefüllte Urne findet entweder in einer Urnenstele (Säule oder ähnliches) oder in einer nach der Beisetzung verschlossenen Nische in der Wand, ihren Platz.

Die Gestaltung der letzten Ruhestätte

Sobald ein Mensch beerdigt ist, ergibt sich für Familie und Angehörigen eine neue Aufgabe. Neben der Trauerverarbeitung und den Nachlassangelegenheiten muss auch die Grabgestaltung und -pflege organisiert werden. Bei Wald- und Seebestattung entfällt diese Aufgabe, aber bei Erd- und Feuerbestattung ergeben sich verschiedenste Möglichkeiten. Durch die Gestaltung des Grabes mit Pflanzen, Grabschmuck und einem Grabstein entsteht eine ganz individuelle und persönliche Trauerstätte.

Wer das Grab selbst bearbeitet, leistet im Übrigen aktive Trauerarbeit. Denn eine schöne kreative Ruhestätte besucht man gerne regelmäßig. Diese Routinebesuche können helfen, den Tod eines nahe stehenden Menschen besser zu verwinden und zu verarbeiten.

Die eigene Grabgestaltung hat auch den Vorteil, dass man das Grab mit Blumen und Pflanzen so individuell verschönert, dass man unweigerlich an die gemeinsame Zeit und gemeinsame Ereignisse erinnert wird. So können genau jene Blumen oder Pflanzen das Grab zieren, die der Verstorbene zu seinen Lebzeiten besonders gern hatte. Hierbei müssen allerdings die unterschiedlichen Jahreszeiten berücksichtigt werden. Denn ein Grab im Frühling sieht natürlich anders aus als eines im Winter.

Eine nette Idee ist auch das Auslegen von kleinen Gegenständen (Grabschmuck) auf dem Grab. Hier können schöne Andenken an den Angehörigen Platz finden. Das kann beispielsweise ein Stein oder ein kleines Stofftier sein, die genauso zur Grabgestaltung und Trauerbewältigung beitragen wie auch die klassische Grabbepflanzung.

Erstbepflanzung

Die Grundlage der Grabgestaltung  bildet die Erstbepflanzung. Doch bevor es daran geht, sollte man folgende Fragen beantworten können: Wie viel Zeit will ich am Grab verbringen? Bleibt mir neben dem Alltag noch genügend Zeit für die Grabpflege?

Natürlich spielt auch das mögliche Budget für Pflege und Pflanzen eine wichtige Rolle.

Es ist ebenfalls wichtig zu wissen, dass das Grab sich nach der Erstbepflanzung in den darauffolgenden Wochen und Monaten stark verändern wird. Zunächst gibt es lediglich nach einer Beerdigung auf dem Grab einen Grabhügel, der sich nach und nach setzen wird. Bis das so weit ist, kann man saisonale Pflanzen nutzen – wie beispielsweise im Frühjahr Tulpen & Co. Im Winter wird das Grab mit Reisig abgedeckt, was auch eine Grabgestaltung darstellt. Wenn der Friedhof sich nahe am Waldrand befindet, muss bedacht werden, dass einige Waldtiere (Rehe, Hasen) gerne Blumen fressen. Besonders die Tulpen haben es Rehe angetan, aber sie mögen auch Narzissen.

Sobald sich der Grabhügel gesetzt hat, kann mit einem Pflanzenmix das Grabgestaltet werden. Es sollte ein Mix aus immergrünen blühenden Pflanzen sein, die dem Winter trotzen und mehrere Jahre auf dem Grab wachsen und sich ausdehnen können. Das nimmt den Angehörigen den Druck, zu jeder Jahreszeit andere saisonale Blumen und Pflanzen auf das Grab setzen zu müssen.

Für mehr Blüh-Vielfalt kann zu jeder Zeit dann auch wieder saisonale Blumen auf das Grab dazu gesetzt werden.

Die Bepflanzung der letzten Ruhestätte

Empfehlenswert für  Grabgestaltung die Bepflanzung ist ein Mix aus:

  • winterfesten Pflanzen
  • Bodendecker
  • Immergrünen Pflanzen
  • Schattenpflanzen (je nach Lage des Grabs)

Winterfeste Pflanzen sind beispielsweise rosa und weiße Besenheide, Spindelsträucher, Winterschneeball

Bodendecker sind die Klassiker, weil sie großflächig wachsen und wenig Pflege benötigen: Immergrün (violettfarbene Blüten), Steinbrechpflanzen (rot und gelb), Elfenblumen (rosa, geld und weiß).

Immergrüne Pflanzen haben den Vorteil, dass die Blätter nicht verwelken, sondern dass sie erst dann abfallen oder welken, sobald ein neues Blatt kommt. Für das Grab sollten nur kleinere bis mittlere Wuchsformen in Frage kommen. Hohe Immergrün-Pflanzen können einen Meter hoch werden und müssen daher regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Schattenpflanzen sind beispielsweise Buschwindröschen, Maiglöckchen, Günsel, Taubnessel (rötlich-violett) oder auch die mehrjährig violett blühende Hundszahnstaude.

Grabbepflanzung -Tipps

Gräber schön gestalten: Mit Pflanzideen für alle Jahreszeiten
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Eine ideale Grabbepflanzung sollte aus rund 50 Prozent Bodendeckern bestehen, rund 30 Prozent Grundbepflanzung und ca.10 Prozent Wechselbepflanzung. Eine Trittplatte sollte möglichst einfach sein und Blumenschalen nur an bestimmten Tagen auf das Grab gestellt werden. Wer einen grünen Daumen hat, kann vieles zum Verschönern des Grabes ausprobieren und auch mit exotischen Pflanzen experimentieren oder ausgefallene Pflanzen auswählen.

Selbst pflanzentechnisch unbegabte Menschen können auf jeden Fall mit pflegeleichten und immergrünen Pflanzen sowie einigem individuellen Grabschmuck, die Ruhestätte in einen Ort der Erinnerung verwandeln.
Durch einen passenden Grabschmuck kann man nicht nur seine persönlichen Gefühle für die verstorbene Person zum Ausdruck bringen, sondern auch die Grabstätte verschönern. Grabschmuck können Gedenksteine sein oder Dekosteine mit und ohne Beschriftung, Fotos, eine Vogeltränke, eine Engelsfigur, Deko Steinherzen, Grabvasen oder ein Jesuskreuz.

Grabsteine

Wer über einen Friedhof geht, schaut über die Grabsteine und macht sich seine Gedanken über den verstorbenen, der dort beigesetzt ist. Während der eine Grabstein nur Namen und Daten nennt, erzählt ein anderer von einem großen Lebensbogen oder von nur einer kurzen ereignisvollen Lebenszeit.

Die Lebensspur eines verstorbenen Menschen ist unverwechselbar auf einem Grabstein und der dortigen Inschrift hinterlassen, wodurch das Grab eine ganz persönliche Note erhält. Sprüche für eine Grabsteininschrift finden sie hier: Trauersprüche

Ein Grabmal ist ein Denkmal in Form eines Grabsteins, der aufrecht am Kopfende des Grabes steht. Für Urnengräber, die in der Regel kleiner sind, wird häufig ein liegender Grabstein verwendet. Wer sich die Grabpflege erleichtern möchte, wählt eine Grabplatte, die entweder einen Teil oder die komplette Grabstelle abdeckt.

Ein Grabstein dient zur Kennzeichnung des Grabes und des dort beerdigten Verstorbenen. Die Inschriften erzählen Näheres über Namen, Geburts- und Todestag. Grabsteine werden auch als Erinnerungstafel gesehen und sie sind ein wichtiges Symbol für den Verstorbenen und die Angehörigen. Der Preis eines Grabsteins wird bestimmt von der Größe und des Materials als auch durch die Inschrift und Bearbeitung.

Die jeweiligen Friedhofssatzungen einzelner Städte und Gemeinden sind verantwortlich für die Maße und Formen eines Grabsteins. Er darf nicht direkt im Anschluss an eine Beerdigung aufgestellt werden, weil sich der Boden zuerst absenken muss. Daher ist es meistens erst nach einigen Monaten möglich, einen Grabstein aufzustellen. Welche Zeit genau dafür benötigt wird, muss erfragt werden, denn ausschlaggebend dafür ist die Bodenbeschaffenheit auf dem Friedhof.

Auf allen unterschiedlichen Grabarten (Wahlgrab, Reihengrab, Urnengrab) ist das Errichten eines Grabsteins möglich. Die unterschiedlichen Größen der Gräber wirken sich nicht nur auf die Gestaltung des Grabsteins aus, sondern auch auf den Preis. Je aufwändiger die Bearbeitung wird, desto höher wird auch der Preis. Entscheidend neben den Kosten für das Material ist vor allem auch die Arbeit des Steinmetzes.

Mittlerweile kommen viele Grabsteine als Massenware auch aus China, die zwar kostengünstiger sind, aber auch meistens noch von einem lokalen Steinmetzt bearbeitet werden müssen. Einen günstigen Grabstein kann man schon für 300 bis 400 Euro erwerben – allerdings kann sich der Preis durch aufwendiges Design wie Grabstein-Fotos auf mehrere tausend Euro erhöhen. Trotzdem entscheiden sich immer mehr Menschen für sehr individuell angefertigte Grabstein-Modelle.

Grabstein-Materialien

  • Granit
  • Kalkstein
  • Sandstein
  • Marmor
  • Verzierungen: Metall oder Glas

In der Regel besteht ein Grabstein aus Naturstein. Granit ist zu jeder Jahreszeit leicht zu reinigen, es ist ein sogenanntes Hartgestein. Weichgestein dagegen nennt man unter anderem Marmor, Sand- und Kalkstein. Die verschiedenen Farbtöne kommen durch das Bearbeiten eines Steinmetzes. Einziger Nachteil: Weichgestein verfügt über eine geringere Widerstandsfähigkeit im Vergleich zu Hartgestein.

Ein Grabstein muss nicht zwingend aus Stein sein, insbesondere im südlichen Deutschland verwendet man auch Kreuze aus Holz. Ein solches kann auch als Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Grabsteins auf dem Grab aufgestellt werden. Neben Holzkreuzen entscheiden sich auch viele Angehörige für ein Metallkreuz beispielsweise aus Bronze.

Grabstein-Beschriftungen

Generell werden Grabsteine mit Namen des Verstorbenen sowie Geburts- und Todestag beschriftet. Zusätzlich kann aus Trauer- oder Abschiedstexten gewählt werden. Auch Bildelemente sind möglich, die gemeinsam mit der ausgesuchten Schriftart der Gravur aus dem Grabstein ein einzigartiges individuelles Grabmal machen. Auch Metallbuchstaben auf dem Grabstein sind für Eingravierungen bzw. Sprüche, Namen und Daten möglich.

Beispiele für Grabsteinsprüche

  • Und alles Getrennte findet sich wieder
  • Das Liebste verlieren ist ewiger Schmerz
  • Du fehlst…
  • Begrenzt ist das Leben, doch unerschöpflich ist die Liebe
  • Du bleibst für immer in unseren Herzen
  • In ewiger Erinnerung
  • Geliebt und unvergessen
  • In Vertrauen auf Gott
  • In ehrendem Gedenken

Beschriftungen

Gravierungen

Eine Gravur in einen Stein schlägt der Steinmetz mit einem Meißel. Dabei unterscheidet man zwischen verschiedenen vertieften oder nicht vertieften und erhabenen Schriften. Wird die Schrift in den Grabstein eingeschlagen, dann handelt es sich um eine vertiefte Schrift. Wenn um die einzelnen Buchstaben herum Vertiefungen in den Stein ausgearbeitet werden, dann spricht man von einer vertieft erhabenen Schrift.

Aufgesetzte Schriften

Bei dieser Methode der Grabstein-Beschriftung wird die Schrift auf der Oberfläche des Steines angebracht. Hierbei können Schriftzüge oder Buchstaben in verschiedenen Höhen haben und aus widerstandsfähigen Materialien wie Edelstahl, Blei, Aluminium oder Bronze bestehen. Sie werden mit Dübeln im Stein befestigt.

Sandstrahltechnik

Ähnlich wie beim Meißeln funktioniert diese Technik funktioniert und der Stein wird mit Hilfe eines Druckluftstrahlverfahrens durch Strahlmittel bearbeitet.

Lasertechnik

Mit der Hilfe der Lasertechnik können gestochen scharfe und detailgetreu Bilder und Fotos wiedergeben werden. Laser eignet sich vor allem für dunkle Steine, auf denen man dann selbst kleinste Details gut erkennen kann.

Grabstein-Formen

Bei einem Grabmal heißt das „Mal“ am Ende des Wortes nichts anderes als, dass es sich hierbei um die Markierung einer Grabstelle handelt. Sie kann ganz unterschiedlich ausfallen und in einem Grabgewölbe oder in einem Grabkeller stehen, es kann auch ein Holzkreuz auf einem Grabhügel sein.

Auf jeden Fall ist es ein Hinweis, dass an dieser Stelle jemand begraben und beigesetzt ist. Die Form eines Grabsteins kann durchaus auch individuell gestaltet werden. Auf vielen deutschen Friedhöfen ist zwar meistens die klassische Form eines Grabsteins in viereckiger Form aus Naturstein zu finden, aber es werden auch Grabsteine in einzigartigen Formen gefertigt – beispielsweise in einer Herzform oder als Torbogen.

Stehender Grabstein

Er steht aufrecht auf dem Grab und ist die am meisten vorkommende Variante auf den Friedhöfen. Er bietet eine gut sichtbare Fläche und viel Raum für Namen, Sprüche und Verzierungen. Vorteilhaft ist die hohe Resistenz gegenüber Absenkungen der Erde durch das gesetzte Fundament, in dem er steht. Durch die Standfestigkeit muss auch nach vielen Jahren nicht nachgebessert werden.

Liegender Grabstein

Er bietet sich für Sarg- und für Urnengräber an, wobei diese Grabsteine in zwei Varianten zu haben sind: Mit oder ohne Fundament. Die Installation des liegenden Grabsteins ist zwar preiswerter als die eines stehenden Grabsteins – dafür er ist aber auch anfälliger, was Erdabsenkungen betrifft. Durch die Bodennähe ist er außerdem anfälliger gegenüber Witterungsbedingungen.

Wiesenstein

Der Wiesenstein kommt als Grabplatte in den Grabboden. Die Grabsteinpflege ist einfach, Pflanzarbeiten entfallen und es muss lediglich das umliegende Gras regelmäßig entfernt und die Grabplatte gereinigt werden. Der Wiesenstein ist eine günstige Alternative zu den beiden anderen Grabsteinen.

Grabsteine sind Stätten der Trauer

Auf dem Friedhof am Grab und Grabstein finden Angehörige Trost für den schmerzlichen Verlust eines nahestehenden Menschen. Hier ist der Ort für gemeinsame Erinnerung. Heutzutage aber ist auch die Grabkultur im Wandel. Immer mehr Menschen entscheiden sich nach einer Feuerbestattung für Urnengrabsteine.

Viele Angehörige wohnen weit entfernt vom Friedhof, sodass der regelmäßige Besuch des Friedhofs und die Grab- und Pflanzenpflege von großen Grabanlagen zum Problem wird.

Übrigens: Jeder Mensch hat das Recht auf einen würdigen Grabstein.

Aber: Wertschätzung eines Verstorbenen sollte man nicht an der Größe des Grabsteins oder des Urnengrabmals bemessen.

Urnenbestattung

Eine immer beliebtere Form der Bestattung ist die Feuerbestattung mit anschließender Urnenbeisetzung. Hierbei wird der Verstorbene in einem Krematorium verbrannt und die hierbei entstehende Asche in einer Aschekapsel gesammelt. Diese kann dann auf Wunsch in einer Urne beigesetzt werden.

Verschiedene Arten der Urnenbestattung

UrnenbestattungEs gibt verschiedene Arten der Urnenbeisetzung. Diese richten sich in der Regel nach der gewünschten Bestattungsart. Häufig wird bei einer Feuerbestattung anschließend eine Beisetzung in einem Urnengrab gewünscht. Diese kann zum Beispiel wahlweise in einem Wahl- oder Reihengrab mit Grabstein, in einem meist anonymen Rasengrab, in einem Kolumbarium oder in einer Urnenstele erfolgen. Zudem gibt es auch Naturbestattungen, bei denen die Urne in Abhängigkeit zum gewünschten Bestattungsort beigesetzt wird. Dies kann im Wasser oder an Land erfolgen. Häufig werden hier Baum- oder Seebestattungen gewählt. In diesen Fällen muss die Urne aus einem biologisch abbaubaren Material sein.

Wie läuft eine Urnenbeisetzung ab?

Der Ablauf einer Urnenbestattung ist abhängig von der gewählten Grab- und Bestattungsart. Die Urne wird bei einer Landbestattung in der Erde beigesetzt. Der Ort der Beisetzung ist hierbei abhängig von der Bestattungsart. Bei der klassischen Urnenbestattung auf einem Friedhof wird die Urne in der gewünschten Grabart beigesetzt. Vor der Grablege findet meist eine Trauerfeier in der Friedhofskapelle oder anderen Räumlichkeiten statt. Bei dieser haben die Hinterbliebenen noch einmal die Möglichkeit, von dem Verstorbenen Abschied zu nehmen und ihm zu gedenken.

Auch wenn immer mehr Friedhöfe auch Baumbestattungen offerieren, finden diese meistens in gesonderten Waldflächen statt. Hierbei werden die Trauerfeier und Bestattungszeremonie meist sehr einfach gehalten, um die Natur am Bestattungsort nicht zu sehr zu strapazieren. Gleiches gilt auch für Almwiesenbestattungen sowie Waldbestattungen, bei denen sogar meist auf eine Markierung durch ein Kreuz oder einen Grabstein verzichtet wird. Bei Seebestattungen findet die Trauerfeier und Bestattungszeremonie in der Regel auf einem Schiff statt. Hierbei wird die Urne dem Meer übergeben.

Kosten einer Urnenbestattung

Neben den gängigen Kosten für das Krematorium, die Grabstätte, gegebenenfalls einen Grabstein sowie das Bestattungsinstitut hängen Kosten einer Urnenbestattung auch vom Material der Urne ab. Bei klassischen Bestattungen auf einem Friedhof werden meist Urnen aus Ton, Stein, Keramik oder Metall verwendet. Je nach Material und aufwendiger Verzierung können die Kosten bis zu 500 Euro und mehr betragen. Es gibt aber auch günstige Modelle für unter 100 Euro. Bei Naturbestattungen dürfen nur biologisch abbaubare Urnen verwendet werden. Diese bestehen bei Seebestattungen aus Zellulose oder Steinsalz, da sich dieses im Wasser auflöst. Bei Naturbestattungen an Land, z.B. einer Baumbestattung, werden neben Zellulose auch Urnen aus Ton und Holz oder sogar Sauerteig verwendet. Die Kosten für die biologisch abbaubaren Urnen sind in der Regel günstiger und beginnen bereits bei rund 20 Euro.

Testamentsvollstrecker

Um sicherzustellen, dass der eigene Wille von der Nachwelt wie gewünscht umgesetzt wird, kann ein Erblasser einen Testamentsvollstrecker einsetzen. Dieser ist dann für die Aufteilung des Erbes entsprechend des Willens des Verstorbenen zuständig. Gibt es keinen Testamentsvollstrecker, ist dies Aufgabe der Erben. Dies birgt die Gefahr, dass es zu Streitigkeiten kommt, wenn die Erben eigene Interessen und nicht die des Verstorbenen verfolgen. Daher ist ein Testamentsvollstrecker oft eine neutrale, dritte Person, die mit der Verwaltung des Erbes beauftrag wird. Alle wichtigen Regelungen zu den Aufgaben und Pflichten eines Testamentsvollstreckers finden Sie in den §§ 2197 ff. BGB – und in den folgenden Zeilen.

Allgemeine Informationen zum Testamentsvollstrecker

Nur der Erblasser selbst kann einen Testamentsvollstrecker bestimmen und anordnen. Um eine Person für dieses Amt zu benennen, muss dies in der letztwilligen Verfügung, also einem Testament oder Erbvertrag, schriftlich vermerkt sein. Außerdem kann der Erblasser festlegen, dass der Testamentsvollstrecker durch einen Dritten oder ein Nachlassgericht bestimmt wird. Im Todesfall muss der Testamentsvollstrecker zunächst dem Amt zustimmen, bevor die Tätigkeit mit ihren Aufgaben und Pflichten beginnt.

Prinzipiell kann jede geschäftsfähige Person Testamentsvollstrecker werden. Sie muss hierfür nur dem Nachlassgericht gegenüber das Amt annehmen. Hierfür ist bereits eine einfache und formlose Erklärung der Annahme ausreichend. Natürlich ist es einer ernannten Person aber auch möglich, das Amt des Testamentsvollstreckers abzulehnen.

Aufgaben und Pflichten eines Testamentsvollstreckers

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Die primäre Aufgabe eines Testamentsvollstreckers ist es, die Anordnungen des Erblassers umzusetzen und in seinem Sinne zu handeln. Ein Teil des Aufgabenbereiches ist es, sich um das Erbe bzw. das Vermächtnis zu kümmern. Sobald sich der Testamentsvollstrecker einen Überblick über den Nachlass verschafft hat, ist es seine Pflicht, die Erben über den Nachlass zu informieren. Er muss die Pflichtteilsansprüche an die anspruchsberechtigen Angehörigen bzw. Erben auszahlen. Auch das Begleichen von Schulden des Erblassers gehört zu dem Aufgabenbereich eines Testamentsvollstreckers.

Der Vollstrecker ist verpflichtet, den Nachlass des Verstorbenen bis zur vollständigen Verteilung zu verwalten. Sollte es zu Streitigkeiten zwischen Erben kommen, muss der Testamentsvollstrecker vermitteln, hierbei aber immer im Sinne des Erblassers agieren. Ist ein Testamentsvollstrecker benannt, sind die Erben nicht mehr selbst befugt, über den Nachlass zu verfügen. Dies ist einzig und allein die Aufgabe des Testamentsvollstreckers.

Ein Vollstrecker wird erst aus seinem Amt entlassen, wenn der komplette Nachlass verteilt und abgewickelt wurde und der letzte Wille des Erblassers erfüllt ist. In der Regel sollte die Abwicklungsvollstreckung in einem überschaubaren Zeitrahmen vollzogen werden können. Dann endet auch automatisch die Amtszeit des Testamentsvollstreckers. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass der Testamentsvollstrecker sein Amt kündigt. Dies ist aber nach dem Ableben des Erblassers nur ihm möglich und nicht den Erben. Eine Ausnahme bildet hier das Nachlassgericht. Dieses kann einen Testamentsvollstrecker entlassen, wenn ihm grobe Pflichtverletzungen nachgewiesen werden können, z. B. weil er eigene Interessen über die der Erben stellt. Die Erben dürfen Auskunft über die Tätigkeit des Testamentsvollstreckers verlangen und diesen nach Ablauf der Amtszeit sogar dazu auffordern, Rechenschaft darüber abzulegen. Verstößt er fahrlässig oder vorsätzlich gegen seine auferlegten Pflichten, kann der Testamentsvollstrecker sogar zur Zahlung eines Schadensersatzes an die Erben oder Vermächtnisnehmern verpflichtet werden. Oberste Priorität hat immer, dass die Interessen des Erblassers sowie der Erben berücksichtigt werden.

Vergütung eines Testamentsvollstreckers

Der Erblasser hat die Möglichkeit, in seiner letztwilligen Verfügung dem Testamentsvollstrecker eine Vergütung zuzusprechen. Dies kann ein Pauschalbetrag oder auch ein festgelegter Prozentsatz des Nachlasses sein. Alternativ ist auch eine Vergütung abhängig vom Zeitaufwand denkbar. Gibt es keine Regelung durch den Erblasser, hat der Testamentsvollstrecker gemäß § 2221 BGB einen Anspruch auf eine „angemessene Vergütung“. Diese kann er dem Nachlass entnehmen. Die Auslegung von „angemessen“ hängt von den konkreten Aufgaben des Testamentsvollstreckers ab und liegt laut „Neue Rheinische Tabelle“ meist in einer Größenordnung von 1 bis 4 Prozent. Dies ist aber nur ein Richtwert. Es sollte bei der Vergütung fairerweise auch der Zeitaufwand mit berücksichtigt werden.